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Neue Studie zeigt: Pottwale benutzen „Vokale“

Pottwale
Pottwale @ Christopher Swann

Wissenschaftler:innen finden heraus, dass Elemente in der Kommunikation von Pottwalen Vokalen und Doppellauten der menschlichen Sprache ähneln. 

Im Rahmen einer neuen Studie haben Forscher:innen bislang unbekannte Muster in der Kommunikation von Pottwalen identifiziert, die der menschlichen Sprache ähneln. 

Pottwale sind in den meisten Weltmeeren verbreitet, ausgenommen die Hocharktis, und bevorzugen tiefere Gewässer. Sie haben die größten Gehirne im Tierreich und  kommunizieren mit so genannten Klicklauten, deren Abfolge als "Codas" bezeichnet wird. Nun berichteten Wissenschaftler:innen um Gašper Beuš von der Berkeley-Universität in Kalifornien, USA, dass die akustischen Eigenschaften dieser Klicklaute in vielerlei Hinsicht mit menschlichen Vokalen und Diphthongen (=Doppellauten) vergleichbar sind. Das heißt, wenn ein Vokal in einen anderen übergeht, wie zum Beispiel bei dem englischen Wort "coin" (englisch für "Münze").
Die Wissenschaftler:innen weisen in ihrer Studie daraufhin, dass ihnen künstliche Intelligenz die ersten Hinweise auf die besondere Bedeutung bestimmter spektraler Eigenschaften für die Sprache von Walen lieferte. 

Beuš hatte zuvor ein Deep-Learning-Modell für menschliche Sprache namens ,fiwGAN’ entwickelt, das "darauf trainiert wurde, Codas von Pottwalen zu imitieren und Informationen in diese Vokalisationen einzubetten“, wie er schreibt. Die KI habe nicht nur Elemente von Walvokalisierungen vorausgesagt, die bereits als bedeutsam angesehen wurden, wie z. B. Schnalzlaute, sondern auch akustische Eigenschaften hervorgehoben.  

Daraufhin analysierten die Forscher:innen einen Datensatz von 3948 Pottwal-Codas, die zwischen 2014 und 2018 mit Hydrophonen aufgezeichnet wurden. 

Mit Hilfe von Visualisierungen der Laute – so genannter "Spektogramme" – konnten die Vorhersagen der KI laut Beuš bestätigt werden: Die Wale tauschten zuverlässig Codas mit einem oder zwei so genannter "Formanten" – Frequenzspitzen in der Schallwelle – unterhalb des 10-kHz-Bereichs aus. Die Forscher:innen bezeichneten diese Codas als "Vokale", wobei Codas mit einem Formanten als "a-Vokale" und Codas mit zwei Formanten als "i-Vokale" beschrieben wurden. Bei menschlichen Vokalen seien die Formantfrequenzen ebenfalls verschieden, womit eine Analogie belegt sei.

Das Team identifizierte auch aufwärts und abwärts gerichtete Frequenzverläufe in diesen Codas, die es mit Doppellaut-Mustern in der menschlichen Sprache vergleicht. 

„Studien wie diese zeigen uns einmal mehr, wie komplex die Kommunikation von Walen ist. Und nicht nur darin ähneln sie uns: Wale und Delfine sind sehr intelligent und empfindungsfähig, spüren Freude und sogar Trauer, wenn sie beispielsweise einen nahestehenden Artgenossen verlieren“, sagt Tamara Narganes Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC. 

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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