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Innovative Fangtechniken sollen Glattwale besser schützen

Nordkaper springt aus dem Wasser
Nordkaper © WDC

WDC Nordamerika und die Conservation Law Foundation (CLF) erhalten 398.750 Dollar für Projekte, die die Entwicklung und Einführung innovativer Fischereimethoden vorantreiben. Damit will unser Team in Nordamerika das Risiko für die vom Aussterben bedrohten Glattwale, sich in Fischereigerät zu verfangen, verringern. 

Nur noch ca. 360 Nordatlantische Glattwale leben vor der Ostküste Nordamerikas. Darunter sind nur etwa 70 fortpflanzungsfähige Weibchen. In den Nahrungs- und Paarungsgebieten dieser Wale wird intensiv kommerziell gefischt. Vor allem Hummer werden dort mit Fallen am Meeresboden gefangen. Die Position dieser Fallen ist durch eine Boje an der Wasseroberfläche, die über eine Leine mit dem so genannten “Hummerkorb” verbunden ist, markiert. Das hat zur Folge, dass Wale sich immer wieder in diesen vertikalen Bojenleinen verfangen. 

Wale, die mit den an den Bojen befestigten Seile in Kontakt geraten, reagieren oft panisch und bewegen sich hektisch. Dadurch wickeln sie das Seil fester um ihren Körper und es schneidet mitunter tief in Haut und Fleisch ein. Tödliche Infektionen sind oft die Folge. Die US-amerikanische Fischereibehörde NOAA hat festgestellt, dass unbeabsichtigte Verwicklungen die häufigste Ursache für den Tod von Nordatlantischen Glattwalen ist – gefolgt von Zusammenstößen mit Schiffen.

Totes Nordkaper-Baby mit Verletzungen, die auf eine Schiffskollision hinweisen
Totes Nordkaper-Baby mit Verletzungen, die auf eine Schiffskollision hinweisen © FWC/Tucker Joenz, NOAA Fisheries permit #18786

Um das Risiko für Glattwale, sich in diesen Leinen zu verfangen, zu verringern, hat die US-Behörde die kommerzielle Fischerei, die vertikale Bojenleinen verwendet, saisonal eingeschränkt.  

Derzeit sind etwas mehr als 63.000 Quadratmeilen entlang der Ostküste der USA zwischen zwei und sechs Monaten im Jahr für die Fischerei mit diesen Leinen gesperrt. 

"Wir sind uns der verheerenden Auswirkungen bewusst, die diese Einschränkungen für kommerziell und kulturell wichtige Fischereigemeinden bedeuten", sagt Regina Asmutis-Silvia, Leiterin von WDC in Nordamerika. "Unser Ziel ist es, den Tod von Walen zu verhindern und wir wollen deshalb mit der Fischereiindustrie zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden." 

Im Jahr 2020 schlossen sich WDC und CLF mit dem International Fund for Animal Welfare, dem Northeast Fisheries Science Center der NOAA und der Woods Hole Oceanographic Institution zusammen, um gemeinsam an solchen Lösungen zu arbeiten. Dabei geht es darum, Technologien zu entwickeln und Fischer:innen zur Verfügung zu stellen, die bereit sind, an einem Testlauf mit ihren Fanggeräten teilzunehmen. Mit Hilfe der neuen Technik werden vertikale Bojenleinen überflüssig, da am Meeresboden aufgestellte Fallen akustisch geortet und beispielsweise mit Hilfe einer Boje heraufgeholt werden können, die bei Bedarf aktiviert wird („Pop-up Buoy“). 

Im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung haben Fischer:innen in den letzten zwei Jahren fast 4.000 Mal Fallen mit einer Erfolgsquote von 90 % eingeholt. 

WDC und CLF werden die Gelder der National Fish and Wildlife Foundation für die Entwicklung eines Notfallverfahrens verwenden. Dieses Verfahren soll Crewmitglieder davor schützen, mit dem Fangkorb unter Wasser gezogen zu werden, falls sie versehentlich beim Einstellen des Fanggeräts von Bord gerissen werden. 

Außerdem wollen wir ein Alarmsystem ausarbeiten, das Fischer:innen, die ihre Netze mobil ausbringen, darauf aufmerksam macht, dass sich Fanggeräte vor bzw. unter ihnen befinden. So können wir die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sich ihre Netze darin verfangen. 

"Es ist unerlässlich, dass diese neue Fischereitechnologie, die ohne statische Bojenleinen auskommt, unter verschiedensten Bedingungen gut funktioniert und mindestens so sicher ist wie die traditionellen Methoden. Einer der wichtigsten Aspekte dieses Projekts ist die Möglichkeit, direkt mit den Fischer:innen zusammenzuarbeiten, um diese Geräte so effektiv und sicher wie möglich zu machen", sagt Erica Fuller von der Conservation Law Foundation. 

Unser Team in Nordamerika wird mit EdgeTech Underwater Technologies an der Entwicklung der Software arbeiten und sie allen interessierten Herstellern von Fanggeräten zur Verfügung stellen. 

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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