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Für die Zukunft der Wale und unseres Planeten: WDC nimmt an der Klimakonferenz teil

Wir können die Welt nicht retten, ohne den Ozean zu retten. Wale und Delfine spielen bei der Lösung der Klimakrise eine zentrale Rolle. Deshalb werden wir in den nächsten zwei Wochen bei der UN-Klimakonferenz (COP28) in Dubai den Meeressäugern eine Stimme geben. Wir werden die Rolle der Meere im Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt der Diskussionen rücken. Und wir werden darauf drängen, alle tierischen Mitstreiter in diesem Kampf, einschließlich Walen und Delfinen, in die Klimastrategien und -verpflichtungen der Regierungen miteinzubeziehen.  

Ed Goodall von WDC
Ed Goodall von WDC © WDC

Was ist eine "COP"? 

Seit 1995 versammeln sich die Staats- und Regierungsdelegierten der Welt jedes Jahr zu den so genannten "COPs" (Conference of the Parties), den Konferenzen der Vertragsparteien, um den menschengemachten Klimawandel einzudämmen. Im Jahr 2015 einigte sich die Welt auf das Pariser Abkommen – einen ehrgeizigen Pakt mit dem Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels für Gesellschaft und Natur abzuwenden. In diesem Jahr findet die erste "globale Bestandsaufnahme" statt, bei der die Fortschritte im Hinblick auf das Pariser Abkommen umfassend bewertet werden sollen. So viel schon vorweg: Es steht nicht gut um unser Klima.

Was hat WDC damit zu tun? 

Die Klimakrise und der Verlust der Biodiversität bedrohen unsere Existenz. Während sich die Regierungen auf die Reduzierung unserer Kohlenstoffemissionen konzentrieren, wird ein entscheidender Schlüssel zur Lösung des Problems immer wieder übersehen – der Ozean. Ohne die Meere wäre es auf der Erde um bis zu 35 °C heißer, was das Leben für die meisten Geschöpfe – uns eingeschlossen – unmöglich machen würde. In den Tiefen des Ozeans leben unsere gigantischen Verbündeten in diesem Kampf – Wale. Wale sind Klimaschützer. Sie durchmischen Nährstoffe im Meer und fördern durch ihre Ausscheidungen das Wachstum von Phytoplankton, das über die Hälfte des weltweiten Sauerstoffs produziert. Ihre Körper dienen als riesige Kohlenstoff-Speicher und sind nach ihrem Tod eine wertvolle Nahrungsquelle für das Leben in der Tiefsee. Ihre Zukunft ist unsere Zukunft.

Buckelwalmutter und ihr Baby
Buckelwalmutter mit Baby © Christopher Swann

Aber es gibt ein Problem: Der Ozean hat bereits etwa 90 % der überschüssigen Wärme aufgenommen, die durch unsere Kohlenstoffemissionen entstanden ist. Das marine Ökosystem gerät durch den Temperaturanstieg ins Wanken: Schmelzendes Meereis, schädliche Algenblüten und verschärfte  Extremwetter-Ereignisse sind nur einige der Bedrohungen für die Meeresbewohner, einschließlich Wale und Delfine. Die Kapazitäten des Ozeans, menschengemachte Klimaschäden abzupuffern, sind begrenzt. 

Wale und Delfine leiden unter den Folgen der Klimakrise: In der Arktis sind Arten wie Grönlandwale, Narwale und Belugas auf das Meereis angewiesen, da ihre Beutetiere am Rand der Eisschollen leben und sie das Meereis wie eine Art Landkarte zur Navigation nutzen. Da das Meereis jedes Jahr abnimmt, müssen sie weitere Strecken zurücklegen, um Nahrung zu finden oder verlieren die Orientierung. Dadurch verbrauchen sie mehr Energie, was wiederum zu Mangelernährung führen kann. Im Amazonasgebiet sind in diesem Jahr zahlreiche Flussdelfine gestorben, weil  schwere Dürren ihnen die Auswege aus Flüssen und Seen versperrten und sie bei unerträglichen Wassertemperaturen von etwa 39 °C gefangen hielten.

Narwale in der kanadischen Arktis
Narwale in der kanadischen Arktis © Todd Mintz / Alamy Stock
Dürren bedrohen Flussdelfine
Dürren bedrohen Flussdelfine © WDC

Save the whale, save the world

Die Erholung der Walpopulationen ist von entscheidender Bedeutung. Deshalb werden wir auf der COP28 unseren neuen Bericht vorstellen, der verdeutlicht, wie sich die Klimaschäden in den Meeren auf Wale und Delfine auswirken.  

Es ist enorm wichtig, dass Regierungen auf der ganzen Welt verstehen, dass Meeresschutz gleichbedeutend mit Klimaschutz ist – vor allem die reicheren Länder, die für den Großteil der Klimaschäden der letzten Jahrzehnte verantwortlich sind. Unsere Staats- und Regierungschef:innen müssen sich zu strengeren und schnelleren Zielen verpflichten, um den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre zu stoppen. Wir müssen der Wiederherstellung von Ökosystemen Vorrang einräumen. Dazu ist es unablässig, einen Großteil der Meere unter Schutz zu stellen und menschliche Aktivitäten daraus zu verbannen. Nur so schaffen wir eine Zukunft für Wale, Delfine und all die anderen Lebewesen – inklusive uns selbst. 

Was ist mit unseren anderen Klimaverbündeten? 

Es ist wichtig, Wale und Delfine zu schützen, aber unsere Forderung geht darüber hinaus. Wir müssen das Gleichgewicht in der Natur wiederherstellen und das bedeutet nicht nur den Schutz von Lebensräumen, sondern auch ihrer einzelnen "Bestandteile". Das heißt, dass sich Populationen wild lebender Tiere erholen müssen, damit sie ihre wichtigen Funktionen in den Ökosystemen erfüllen können. Ein Regenwald kann ohne Jaguare, Tukane, Affen und Ameisenbären nicht funktionieren. Ein Ozean kann ohne Wale, Delfine, Fische und Korallen nicht funktionieren. Wir brauchen Regierungen, die all unsere Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel in ihre Klimapläne und -verpflichtungen einbeziehen, wenn wir unseren Planeten retten wollen.

Planet Erde
Save the whales, save the world!

Wir haben Rückendeckung 

Wir werden auf der COP28 auf unseren Netzwerken aufbauen, Informationsveranstaltungen auf die Beine stellen und unsere Pressekontakte dazu nutzen, Regierungsvertreter:innen belastbare Zugeständnisse zum Schutz der Meere abzuringen. Unser Geschäftsführer Chris Butler-Stroud und die angesehene Ozeanografin Dr. Sylvia Earle werden zusammen mit Focused on Nature – einer gemeinnützigen Organisation, die vom langjährigen WDC-Unterstützer Prinz Hussain Aga Khan gegründet wurde – bei einer wichtigen Podiumsveranstaltung sprechen. Die Diskussion wird die Bedeutung des Ozeans und die entscheidende Rolle von Walen und Delfinen bei der Lösung der Klimakrise hervorheben. Damit bietet sich uns eine neue wichtige Plattform, um Walen und Delfinen eine Stimme zu verleihen. 

Wir sind sehr dankbar für Ihre Unterstützung, denn sie ermöglicht es uns, auf höchster Ebene – dort, wo wichtige Entscheidungen für den Planeten getroffen werden, mitzuwirken. Bitte teilen Sie unsere wichtige Botschaft, wo Sie können: Um die Welt zu retten, müssen wir den Ozean retten. Und um die Meere retten zu können, müssen wir Wale und Delfine schützen. Ihre Zukunft ist unsere Zukunft!

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Auf Facebook und Instagram berichten wir live von der COP28.

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