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Weltweit erstes Schutzgebiet für Pottwale

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Pottwale haben die größten Gehirne im ganzen Tierreich © Douglas Hoffman

Dominika stellt fast 800 Quadratkilometer Meer vor der Westküste des Landes speziell für Pottwale unter Schutz. Weniger als 500 Individuen der laut IUCN gefährdeten (d.h. vom Aussterben bedrohten) Walart sollen noch in den Gewässern rund um die Insel leben. 

Die Regierung des kleinen karibischen Staates gab vergangenen Montag bekannt, das weltweit erste Meeresschutzgebiet speziell für Pottwale einzurichten. Die fast 800 Quadratkilometer Schutzzone westlich der Insel soll wichtige Aufzuchts- und Nahrungsgebiete der tieftauchenden Meeressäuger umfassen.

Damit geht Dominika nicht nur einen wichtigen Schritt in Sachen Artenschutz, sondern trägt gleichzeitig aktiv zum Klimaschutz bei: Pottwale scheiden ihre Exkremente nahe der Wasseroberfläche aus, da sie während ihrer Tauchgänge in bis zu 3.000 Metern Tiefe sämtliche nicht überlebenswichtigen Körperfunktionen auf ,Stand-by’ schalten. Mit ihrem nährstoffreichen Kot kurbeln sie das Phytoplankton-Wachstum an, das wiederum CO2 bindet.

Wissenschaftler:innen konnten nachweisen, dass die Pottwale Dominikas sogar mehr ausscheiden als ihre Artgenossen anderswo auf der Welt. Dies könne entweder daran liegen, dass die Meeressäuger doppelt so viel fräßen wie in anderen Regionen – oder an der Hauptnahrungsquelle selbst, dem Tintenfisch. 

Weniger als 500 Individuen sollen rund um die Insel leben. Sie gehören zu der Population, die entlang der Kleinen Antillen südlich bis nach St. Vincent und nördlich bis nach Guadeloupe wandert. Diese Wale lassen sich in schätzungsweise 35 Familien zusammenfassen, vermutet Biologe und Gründer des Dominica Sperm Whale Project Shane Gero. Darunter befänden sich Individuen, die wahrscheinlich 60 Jahre und älter seien. 

Die größte Bedrohung für die karibischen Pottwale geht von Schiffen, Fischernetzen und Meeresverschmutzung aus. Das Schutzgebiet kann diese Gefahren eindämmen: Die Regierung kündigte an, eine Schifffahrtsstraße auszuweisen, um Zusammenstöße zu vermeiden, Fischereiaktivitäten einzuschränken und auch Walbeobachtungstouren strenger regulieren zu wollen.  

 „Jedes Schutzgebiet für Wale und Delfine ist ein wichtiger und richtiger Schritt – nicht nur für die Meeressäuger selbst, sondern für das ganze Ökosystem, in dem sie leben. Nun darf die Regierung Dominikas allerdings nicht versäumen, die angekündigten Regulierungen von Fischerei und Schifffahrt auch wirklich umzusetzen“, sagt Tamara Narganes-Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC Deutschland. 

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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