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Zwergwal-Skelett im Übersee-Museum in Bremen © Ulla Christina Ludewig
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Zu Besuch beim Bremer ‘Stadtwal’ und anderen Giganten

Wie ich schon im ersten Teil meines Blogs berichtete, verbrachte ich diesen Sommer in Norddeutschland und durfte mich in der Kieler Förde über eine Begegnung mit Schweinswalen freuen.  Doch dabei sollte es nicht bleiben: Welche Meeressäuger ich dort noch antraf, verrate ich im zweiten Teil meines Reiseberichts.

Nach der tollen Begegnung mit Schweinswalen in der Kieler Förde begab ich mich in Norddeutschland weiter auf die Suche nach Walen und Delfinen. Obwohl es auch Schweinswal-Sichtungen in der Weser gibt, rechnete ich in Bremen jetzt nicht unbedingt mit einer Begegnung. Dafür begegnete mir ein Zwergwal – allerdings im Museum, siehe Bild oben. Ein gestrandeter Zwergwal spielte nämlich eine bedeutende Rolle in der Bremer Stadtgeschichte und sein Skelett ist im Foyer des Übersee-Museums in Bremen zu sehen. Der „Lesumer Wal“ strandete im Jahr 1669 im Fluss Lesum.  

Dieser Wal hat eine besondere Bedeutung für Bremen. Im Jahr 1669 war die Stadt teilweise in schwedischer Hand. Der Fluss Lesum bildete die Grenze zwischen dem bremischen Gebiet (am südlichen Ufer) und dem unter schwedischer Hoheit stehenden Herzogtum Bremen-Verden am nördlichen Ufer (mit Ausnahme des Ortes Vegesack). Beide Seiten behaupteten, der Wal sei auf ihrer Seite des Flusses gestrandet. Die Bremer Walfänger ergriffen die Initiative, erlegten den Wal und brachten ihn nach Bremen. Das Skelett hing bis 1815 als Trophäe im Bremer Rathaus. Dort hängt noch heute ein Gemälde, das den Wal zeigt. Im Heimatmuseum Schloss Schönebeck in Nordbremen gibt es eine kleine Ausstellung zum Thema Walfang. Der Hafen von Bremen-Vegesack war zwischen 1653 und 1872 ein Stützpunkt des Walfangs. Von hier aus fuhren Schiffe in das Eismeer vor Grönland, um Jagd auf die Meeressäuger zu machen.

Wal- und Delfinausstellung in Tönning 

Im Multimar Wattforum in Tönning gibt es eine große Wal- und Delfinausstellung. Dort verbrachte ich viel Zeit, um mir die zum Teil interaktiven Ausstellungsbestandteile anzusehen. Unter anderem kann man einen lebensgroßen Pottwal-Bullen bewundern. Er besteht zur Hälfte aus einem Modell, auf der anderen Seite sieht man das Skelett des imposanten Wals. Daneben hängt ein Zwergwal, ebenfalls halb Modell und halb Skelett und einige Schweinswal-Modelle. Außerdem ist das Skelett eines Grindwals ausgestellt. In kleinen Ausstellungsräumen mit interaktiven Funktionen rund um die Halle mit den Wal-Modellen herum kann man sich über die verschiedenen Wal- und Delfinarten, deren Kommunikation, Wanderungen etc. informieren. Auch zum Thema Strandungen und Walfang gibt es umfassende Informationen.

Pottwalexponat im Multimar Wattforum
Pottwal im Multimar Wattforum © Ulla Christina Ludewig
Grindwal-Skelett im Multimar Wattforum
Grindwal-Skelett im Multimar Wattforum © Ulla Christina Ludewig

Die Ausstellung ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Multimar Wattforum ist das größte Informationszentrum für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Verschiedene Bereiche auf ungefähr 3.000 Quadratmetern informieren über das Weltnaturerbe Wattenmeer, den Nationalpark, seine Geschichte und seine Bewohner.  

Es war eine spannende Reise auf den Spuren der Wale und Delfine in Norddeutschland. Whale-Watching-Touren wie an anderen Orten gibt es zwar in Deutschland nicht, aber die Meeressäuger sind auch hier sehr präsent. Immer mal wieder tauchen Delfine in Küstenorten auf wie zuletzt in Rostock und Travemünde und der einzige in deutschen Gewässern heimische Wal, der Schweinswal, braucht dringend mehr Schutz, damit wir ihn weiterhin in Nord- und Ostsee sichten können.

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Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.

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