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Blick vom Scottish Dolphin Centre auf den Fluss Spey © Daniela Ellmer
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Auf Reisen zur Delfinschwester

WDC-Unterstützerin Daniela Ellmer begibt sich mit ihrem Sohn auf die Reise zu Paten-Delfin ‘Rainbow’ nach Schottland. In ihrem Gast-Blog nimmt sie uns mit bis an den nördlichsten Zipfel des Landes. 

„Mama, ich möchte meine Delfinschwester besuchen und meine Selkiefamilie suchen.“  
Mit diesem Wunsch war dann klar, wohin uns unser diesjähriger Sommer-Roadtrip führen würde: Schottlands Ostküste. 
Die Wahrscheinlichkeit, unseren Patendelfin Rainbow zu sehen war deutlich höher, als Selkies – die fabelhaften Wesen, die zwischen ihrer Robben- und Menschengestalt wechselten – zu finden. Doch das verschwieg ich meinem Sohn. Man kann ja nie wissen, was das Meer für einen bereit hält.
Es wurde also grob eine Route geplant, der Hippiebus vollgepackt und dann ging es über die Niederlande, Belgien und Frankreich via Eurotunnel ab auf die Insel. Da der Weg in den Norden Großbritanniens nun doch etwas weit war und uns alle das Meerweh fest im Griff hatte, folgten wir einer Empfehlung und machten Halt an Cresswell Foreshore/Northumberland.  

Strand von Cresswell, Schottland
Strand von Cresswell, Schottland © Daniela Ellmer

Das rund 32 Hektar große Naturreservat lockt mit traumhaften wilden Dünen, einem weiten, beinahe menschenleeren Strand und einer Vielzahl an Strandbewohnern: Möwen, Austernfischer, Sandregenpfeifer und viele andere Strandläufer. Mit viel Glück und Geduld lassen sich vielleicht sogar Porzellankrabben im Watt finden.  

Am nächsten Morgen führte unsere Reise weiter an der Küste Englands entlang bis nach Edinburgh, wo das jährliche Kulturfestival „Fringe“ unzählbare Besucher anlockte – und uns zur raschen Weiterreise animierte.  

Schottlands Ostküste mit ihrer rauen Schönheit verzauberte uns jedesmal aufs Neue und wir konnten es kaum erwarten, endlich auch das violette Leuchten der Highlands zu erblicken.  

Aber erst einmal stand natürlich der Besuch bei Rainbow auf dem Plan. Also steuerten wir die wunderschöne Spey Bay an, wo das WDC Scottish Dolphin Centre lag.

Spey Bay, Schottland
Spey Bay, Schottland © Daniela Ellmer
Eingang zum Scottish Dolphin Center von WDC
Eingang zum Scottish Dolphin Center von WDC © Daniela Ellmer

Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand und rund um das Dolphin Centre stärkten wir uns erstmal mit veganen Köstlichkeiten aus dem Café. (Allein dafür hatte sich der Besuch schon gelohnt, ich liebe den Kokos-Limetten-Kuchen.)  

Danach hatte ich das Vergnügen, Cath Bain von WDC treffen zu dürfen, die mir einen exklusiven Einblick in die Arbeit von WDC hier vor Ort gewährte und mich mit ihrer Begeisterung für jeden noch so kleinen Bewohner hier ansteckte. Wo vorher mein Blick vielleicht eher an den Lavendelbüschen mit ihren duftenden Blüten hängen geblieben wäre, schaute ich nun genauer hin und war verblüfft über die vielen unterschiedlichen Hummeln und Bienen, die sich dort tummelten. Auch Caths jüngste Bekanntschaft, eine Ginster-Baumwanze, fanden wir nahe des Eingangs zum Eishaus. Zusammen spazierten wir auf dem Gelände herum, beobachteten Kormorane, sahen einen Seeadler und entdeckten sogar einen Aal, der sich in einem der Zuläufe zum Eishaus versteckt hatte. Doch weder Rainbow noch ihre Familie ließen etwas von sich sehen. Dafür hatte mein Sohn dann im Scottish Dolphin Centre wieder sehr viel Freude, alles rund um die Meeresbewohner auf spielerische Art zu lernen. Sei es mit der Delfinkamera, den Futterpuzzeln oder seinem persönlichen Highlight: der Computer, an dem man die typischen Geräusche verschiedener Meeresbewohner hören konnte und die dazu als Kurve graphisch dargestellt wurden.  

Unterstützerin Daniela trifft Cath von WDC im SDC.
Unterstützerin Daniela trifft Cath von WDC im SDC. © Daniela Ellmer
Interaktives Lernen im SDC
Danielas Sohn im SDC © Daniela Ellmer

Cath erzählte mir währenddessen ein wenig mehr über die Arbeit von WDC mit Kindern. Es würden regelmäßige Beach Clean-Ups veranstaltet werden und Schulklassen konnten das Dolphin Centre besuchen und bekamen exklusive Führungen, bei denen neben der Bildung der Fokus auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit gelegt wurde. Und das alles ohne mahnenden Zeigefinger, sondern durch Spiele, Rätsel und Beobachten der Natur.  

Doch auch der schönste Besuch musste irgendwann enden und so verabschiedeten wir uns herzlich von Cath und machten uns wieder auf die Suche nach Delfinen. Natürlich würden wir uns auch über die Sichtung von Orcas oder Zwergwalen freuen, aber Sohnemann hatte sich in den Kopf gesetzt, dass er seine Flossenschwester wiedersehen wollte. Aus Erfahrung wusste ich, dass wir am Moray Firth bei Inverness noch gute Chancen hätten, also verbrachten wir die nächsten Tage am Moray Firth. Doch auch hier erspähten wir weder Finne noch Fluke. (Und da wir gerade in der Nähe waren: auch kein mystisches Seemonster im Loch Ness …)  

Langsam neigte sich unsere Zeit auf der Insel dem Ende entgegen. Doch noch hatten wir unser Fernziel nicht erreicht: John O'Groats. Der nördlichste Zipfel.  

Und wenn man den Gerüchten so glaubte, Tummelplatz allerhand Meerbewohner: Orcas, Zwergwale, Rundkopfdelfine, Gemeine Delfine, Papageientaucher, Robben, verschiedene Haiarten und und und.  

Vorher jedoch legten wir einen Stopp an der Sinclair's Bay ein, um die Ruinen der Burgen Sinclair und Girnigoe zu erkunden. Beide Ruinen beherbergten etliche Bewohner. Schwalben, Möwen, Papageientaucher, Robben. Und manchmal lassen sich auch Delfine und Wale an der Küste sehen.

Sinclair's Bay, Schottland
Sinclair's Bay, Schottland © Daniela Ellmer
Möwenküken in der Sinclair Bay, Schottland
Möwenküken in der Sinclair Bay, Schottland © Daniela Ellmer

Doch wieder trafen wir auf keine Meeressäuger, dafür wurden wir mit Nischen voller Möwenküken und einem märchenhaften Sonnenuntergang belohnt. 

Nach fast zwei Wochen Roadtrip nun in John O'Groats angekommen, verzichteten wir auf eine Whale Watching Bootstour oder eine Fähre zu den Orkneys sondern wollten ganz klassisch und bewusst vom Ufer aus unser Glück versuchen. Bei strahlendem Sonnenschein und herrlichem Wind wanderten wir den Küstenweg entlang, der Blick schweifte übers Meer und – nichts. Neben Möwen und Papageientauchern trafen wir noch ein paar zufrieden weidende Schafe und machten uns schließlich wieder auf den Rückweg zu unserem Hippiebus. Doch plötzlich – da! Ganz nah an den Felsen am Ufer: ein kleiner Kopf, runde Augen und schon wieder weg. Unsicher, ob das Wünschen vielleicht doch größer als die Realität war, hielten wir noch einen Moment inne, spähten auf das Wasser – und wieder! Eine Robbe tauchte noch ein paar Mal auf und ab und verschwand dann genauso plötzlich wieder, wie sie auftauchte.  

John O'Groats, Schottland
Blick von John O'Groats auf's Meer © Daniela Ellmer

Was aber mit ihrem Verschwinden blieb, war eine wunderschöne Erinnerung an einen traumhaften Urlaub – und die Frage, ob es nun ein Selkie war oder nicht.  

Wir danken Daniela herzlich für ihren Bericht und die tollen Fotos ihrer Reise!

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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