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Das Strandungsteam von WDC Nordamerika rückte am vergangenen Samstag zur Rettung eines gestrandeten Pottwals aus. Ein Einwohner von Plymouth, Massachusetts, fand den Wal in Küstennähe vor und verständigte die "Marine Animal Rescue and Response"-Hotline, zu der auch das Team von WDC gehört.

Das Rettungsteam von WDC fand den noch lebenden Pottwal direkt vor der felsigen Klippe von Manomet Point. Der Wal befand sich in flachem Wasser, umgeben von scharfen, mit Seegras bewachsenen Felsen. Gestrandete Wale versuchen sich oft mit hektischen Bewegungen selbst zu befreien. Aus diesem Grund kam das Team zu der Entscheidung, dass die Situation zu riskant für ein Eingreifen war. Der Wal schien nicht in unmittelbarer Gefahr zu sein, daher wurde beschlossen abzuwarten, ob er sich innerhalb des Gezeitenzyklus eigenständig in tieferes Wasser manövrieren könnte.

Die lokale Polizei, Hafenmeisterei und die Umweltpolizei von Massachusetts unterstützten WDC bei der Überwachung des Meeressäugers und gingen auf Rückfragen besorgter Passant:innen ein. Durch ein Gewitter und eine Tornado-Warnung in der Region mussten die Beobachtungen jedoch zunächst abgebrochen werden. Die Fortsetzung der Beobachtung und eine Überprüfung des Gesundheitszustands des Pottwals war für den nächsten Morgen geplant. Später am Abend tauchten in den sozialen Medien Berichte über eine Person auf, die nach 21 Uhr versuchte, den Wal "zu befreien". Die ausgebildeten Strandungshelfer:innen erkennen die guten Absichten der Öffentlichkeit, wissen aber auch, dass sich gestrandete Meeressäuger unvorhersehbar bewegen können, was zu schweren – im schlimmsten Fall sogar tödlichen – Verletzungen der Helfer:innen führen kann.

"Es ist wichtig, dass geschulte Fachleute eine Untersuchung durchführen, da dies die beste Überlebenschance für das Tier darstellt", sagte Sarah McCormack, Strandungskoordinatorin von WDC. "Wenn der Wal als gesund eingestuft wird, können unterstützende Maßnahmen wie intravenöse Flüssigkeitstherapie und die Behandlung kleinerer Wunden durchgeführt werden, bevor er in tieferes Wasser zurückgebracht wird. Bei kranken Individuen hat das Rettungsteam die schwierige Aufgabe, das Leiden durch humane Euthanasie zu beenden".

Leider erhielt WDC die Meldung, dass der Wal etwa 12 Stunden nach der versuchten Befreiung am Strand von Duxbury verstorben war.

Am Montag führten WDC und Partner vom International Fund for Animal Welfare, dem Seacoast Science Center, dem Veterinary Diagnostic Laboratory der University of New Hampshire und der UMass Amherst eine Nekropsie an dem etwa fünf Meter langen, jungen Pottwal-Männchen durch. Unterstützung und Hilfe für die Nekropsie wurden großzügig von der Organisation Duxbury Beach Reservation zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse stehen noch aus, aber der Magen des Wals war voll mit Müll, darunter große Plastikfolien und ein Luftballon.

"Die Menschen fragen oft, was sie tun können, um Wale zu retten", sagte Regina Asmutis-Silvia, Geschäftsführerin von WDC Nordamerika. "Die ordnungsgemäße Entsorgung von Müll und das Aufsammeln von weggeworfenen Abfällen ist ein so einfacher, aber wichtiger Schritt, den jeder tun kann, um Meerestiere zu retten."

Das Skelett des Wals wird der Universität von Massachusetts zur weiteren Untersuchung zur Verfügung gestellt.

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Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.

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