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Dieser Buckelwal hat sich vor Schottland in eine Fischerleine verwickelt und ist gestorben. (C) East Lothain Ranger Service

Forscher:innen finden Lösung zur Vermeidung von Verwicklungen von Walen in Fischernetzen

Dieser Buckelwal hat sich vor Schottland in eine Fischerleine verwickelt und ist gestorben. (C) East...

Forscher:innen finden Lösung zur Vermeidung von Verwicklungen von Walen in Fischernetzen

Dieser Buckelwal hat sich vor Schottland in eine Fischerleine verwickelt und ist gestorben. (C) East Lothain Ranger Service
Dieser Buckelwal hat sich vor Schottland in eine Fischerleine verwickelt und ist gestorben. (C) East Lothain Ranger Service

Eine bahnbrechende neue Studie in Schottland hat die Art und das Ausmaß von Verstrickungen von Walen in Fischereigeräten untersucht. Dabei wurden Wege gefunden, um solchen unbeabsichtigten Beifang und damit einhergehende Folgen für die Wale in Zukunft zu vermeiden.

Wale, Delfine und andere Meerestiere können sich in Fischereigeräten verfangen, z.B. in den Seilen von Stellnetzen oder Reusen, die an den schottischen Küsten zum Fang von Garnelen, Krebsen und Hummern ausgelegt werden. Die Folgen sind verheerend: Viele Delfine und Wale können sich nicht selbstständig befreien oder verletzen sich dabei lebensbedrohlich. Es ist schon lange bekannt, dass solche Verstrickungen die häufigste menschengemachte Todesursache unter den Zwerg- und Buckelwalen in schottischen Gewässern sind. Das genaue Ausmaß dieses Problems war jedoch bisher kaum bekannt.

Nun wurden die Ergebnisse der aktuellen Studie in der Zeitschrift "Endangered Species Research" veröffentlicht. Die Forscher:innen schätzen, dass sich in den Gewässern vor Schottland jedes Jahr etwa sechs Buckelwale und 30 Zwergwale in Seilen von Reusen verfangen. Die Schätzungen basieren auf einem Gemeinschaftsprojekt zwischen WDC Shorewatch und der "Scottish Entanglement Alliance" (SEA). Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden unter anderem kommerzielle Fischer:innen in ganz Schottland befragt. So konnten die Forscher:innen die Art und das Ausmaß des Beifangs besser verstehen und Möglichkeiten zur Lösung des Problems entwickeln. Die Studie ist ein hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Fischer:innen, NGOs und Wissenschaftler:innen.

Die Studie zeigte außerdem, dass sich ein großer Anteil der verwickelten Wale in der Grundleine – dem Seil, das mehrere Reusen auf dem Meeresboden miteinander verbindet – verfangen hatte. Da die Grundleine in der Regel aus einem schwimmenden Seil besteht, kann sie im Wasser zwischen den Reusen eine Wölbung bilden, in der sich Riesenhaie oder Wale mit dem Maul, den Flossen oder dem Schwanz verfangen können.

Aus dieser Erkenntnis heraus wurde ein Lösungsansatz entwickelt: Wenn die Grundleine aus einem Seil besteht, das nicht schwimmt, sondern sinkt, bleibt sie auf dem Meeresboden liegen und birgt keine Verwicklungsgefahr. WDC hat nun vom "Nature Restoration Fund" der schottischen Regierung Mittel für Versuche mit sinkenden Grundleinen in schottischen Fischereien erhalten. Dies wird helfen, zu verstehen, wie solche Grundleinen eingesetzt und dabei Fischer:innen und Meeresbewohnern geholfen werden kann.

Fabian Ritter, Leiter des Bereichs Meeresschutz bei WDC Deutschland, sagt: "Es ist großartig zu sehen, wie die Zusammenarbeit der Beteiligten – Fischer:innen, Forschende und Behörden – zu progressiven Lösungen führen kann. Solch ein Ansatz ist wichtig, um dem enormen Problem des Beifangs von Meeressäugern in Europa kreativ und innovativ zu begegnen. Hinzukommen muss allerdings auch die wirksame Regulierung der Fischerei insgesamt."

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Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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