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Dringlichkeitsantrag soll Walmütter und ihren Nachwuchs vor Schiffskollisionen schützen

Naturschutzverbände, darunter WDC, haben Anfang November beim Seefischereidienst der Vereinigten Staaten (NMFS) in Washington einen...
Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Dringlichkeitsantrag soll Walmütter und ihren Nachwuchs vor Schiffskollisionen schützen

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Naturschutzverbände, darunter WDC, haben Anfang November beim Seefischereidienst der Vereinigten Staaten (NMFS) in Washington einen Dringlichkeitsantrag eingereicht. Sie wollen mit einer Notverordnung die vom Aussterben bedrohten Nordatlantischen Glattwale schützen.

Wissenschaftler:innen des New England Aquarium haben vor kurzem festgestellt, dass es nur noch 340 Nordatlantische Glattwale gibt. Die Population ist im Vergleich zu den Vorjahren weiter zurückgegangen.  Laut NMFS müssten angesichts der hohen Sterblichkeitsrate mehrere Jahre lang jedes Jahr mindestens 50 Jungtiere geboren werden, um den Rückgang aufzuhalten und die Art auf den Weg der Erholung zu bringen. Die etwa 70 fortpflanzungsfähigen Weibchen sind also besonders wichtig für den Erhalt der Art.

Allerdings bringen Glattwale nur alle drei bis zehn Jahre Junge zur Welt. Das einzig bekannte Gebiet, in dem die Wale ihren Nachwuchs gebären, liegt vor der südöstlichen Küste der USA, zwischen Cape Fear (North Carolina) im Norden und Cape Canaveral (Florida) im Süden. Die Saison dauert von Mitte November bis Mitte April.

"Langsamer zu fahren ist der beste Weg, um Kollisionen zu vermeiden. Deshalb gibt es in der Nähe von Wal-Schulen Geschwindigkeitszonen", sagt Regina Asmutis-Silvia, Geschäftsführerin von WDC Nordamerika.

"Ein Neugeborenes verbringt die meisten seiner ersten Lebensmonate mit seiner Mutter nahe der Meeresoberfläche. Dort sind die Wale − auch unter den besten Umständen − nur schwer zu sehen", sagt Erica Fuller, leitende Anwältin der Conservation Law Foundation, die zu den beteiligten NGOs gehört. Deswegen sind schwangere Weibchen und Mütter mit säugenden Jungtieren besonders gefährdet, von Schiffen angefahren zu werden.

 

Die aktuellen Regelungen reichen nicht aus, um Glattwale zu schützen

Derzeit gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen für Schiffe mit einer Länge von über 19,8 Metern. Sie dürfen in bestimmten Geschwindigkeitszonen und zu bestimmten Zeiten nicht schneller als 10 Knoten (etwa 18,5 km/h) fahren. Wie der NMFS selbst erklärt, reichen diese Regelungen allerdings nicht aus, um Glattwale effektiv zu schützen. Deswegen stellte er im August 2022 einen Vorschlag zur Regeländerung vor: Demnach sollen auch für Schiffe mit einer Länge von über 10,6 Metern Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten und die entsprechenden Geschwindigkeitszonen ausgeweitet werden.

In dem Antrag der Naturschutzgruppen wird der NMFS aufgefordert, die vorgeschlagenen Regelungen unverzüglich anzuwenden. Außerdem sollen dynamische Geschwindigkeitszonen in den Aufzucht-Gebieten verbindlich vorgeschrieben werden. An freiwillige Maßnahmen halten sich Schiffe erfahrungsgemäß nicht. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass die vorgeschlagenen Änderungen noch vor der diesjährigen Nachwuchs-Saison in Kraft treten werden.

 

Schiffkollisionen mit Walen sind nicht nur für die Meeressäuger gefährlich

Erst im letzten Jahr kollidierte ein 16 Meter langes Boot vor Florida mit einem Glattwalweibchen und seinem Jungen. Das Baby wurde getötet, die Mutter vermutlich ebenfalls tödlich verletzt und seitdem nicht mehr gesehen. Das Schiff trug Schäden in Höhe von 1,2 Millionen Dollar davon.

"Ein Zusammenstoß mit einem Wal gefährdet nicht nur die Wale, sondern kann auch schwere Schäden an Schiffen verursachen und Passagiere verletzen. Eine Verlangsamung der Fahrt kann nicht nur Leben retten, sondern auch eine Tierart schützen," schließt Regina Asmutis-Silvia.

 

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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