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Färöer Inseln: 100 Delfine geschlachtet

Große Tümmler in Freiheit. (C) Charlie Phillips
Große Tümmler in Freiheit. (C) Charlie Phillips

Heute Morgen wurden in Skálafjörður auf den Färöer Inseln 100 Große Tümmler getötet. Die Jagd erfolgte nur wenige Wochen nachdem die Regierung der Färöer entgegen aller Widerstände eine Tötungsquote von 500 Delfinen pro Jahr erlaubt hat.

Die Delfine wurden mehrere Stunden in der Bucht gehalten, bevor die gesamte Gruppe geschlachtet wurde.

Laut dem Jagdaufseher von Skálafjörður wurde das erste Mal eine neue Tötungslanze verwendet, die den Tod der Delfine beschleunigen soll. Expert:innen sehen diese Behauptung allerdings kritisch.

"Große Tümmler gehören zu den meistgeliebten und am besten erforschten Delfinarten", sagt Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC. "Die Tötung von 100 Individuen ist ein politisches Signal, um der Welt zu zeigen, dass die Delfinjäger:innen auf den Färöern sich nicht um die Meinung der eigenen Bevölkerung oder der internationalen Gemeinschaft scheren. Wir hoffen sehr, dass diese Haltung von Deutschland und der EU mit der notwendigen diplomatischen und wirtschaftlichen Konsequenz beantwortet wird", so Fuchs.

Fast zehn Monate nach dem schrecklichen Massaker an 1.428 Weißseitendelfinen in Skálafjørður auf den Färöern wurde Mitte Juli das Ergebnis der Überprüfung der Delfinjagd auf den Färöer Inseln bekannt gegeben. In einer enttäuschenden Entscheidung hat die färöische Regierung Walfänger:innen die Erlaubnis erteilt, in den Jahren 2022 und 2023 bis zu 500 atlantische Weißseitendelfine pro Jahr zu jagen und die Quote anschließend nach Möglichkeit zu erhöhen. Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die von den färöischen Jäger:innen anvisierte Population, aufgrund anderer Bedrohungen, möglicherweise bereits am Rande der Belastungsgrenze.

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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