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Seltene Walart erstmals lebend gesichtet

A photo of an unidentified beaked whale species.
beaked-whale-berardius-minimus-new-species

Wissenschaftler:innen konnten mittels DNA-Proben zum ersten Mal die Sichtung des seltenen Sato-Schnabelwals bestätigen.

Bislang wurden Sato-Schnabelwale nur tot angeschwemmt gesehen und konnten 2019 erstmals als eigene Art definiert werden. Berichte von lebenden Individuen durch Sichtungen von Waljäger:innen konnten nicht bestätigt werden. Daher ist nur sehr wenig über das Leben, die Gewohnheiten, Aufenthaltsorte oder die Populationsgröße dieser Wale bekannt.

Eine Publikation offenbart nun die erste offiziell bestätigte Sichtung lebender Individuen im Sommer 2021. Forscher:innen, die Orcas in den Gewässern zwischen dem japanischen Hokkaido und den russischen Kurileninseln untersuchten, entdeckten 14 Sato-Schnabelwale, die sich zu der Zeit in den Gewässern aufhielten.

Der knapp sieben Meter lange Sato-Schnabelwal hat charakteristische weiße Narben, die Aufschluss über seinen bevorzugten Lebensraum geben könnten. Laut Erich Hoyt, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei WDC und Mitverfasser der Publikation, stammen die runden Bisswunden von Zigarrenhaien. "Bislang wurden Sato-Schnabelwale nur in Japan und im Osten Russlands gefunden", sagt Hoyt. "Die Narben deuten darauf hin, dass sich die Wale in tropische Gebiete begeben könnten und dort von den Haien gebissen werden".

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Angelika Maertterer am 25. September 2022 um 1:06 pm

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel! Ich bin immer wieder fasziniert von Sichtungen der so wenig erforschten Schnabelwale! Sind sie doch Beispiele für die doch noch oft so unbekannte Welt der Ozeane!

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