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Orca-Baby wird in China der Öffentlichkeit präsentiert

Orcas im Freizeitpark SeaWorld (C) Bernard Auton
Orcas im Freizeitpark SeaWorld (C) Bernard Auton

Trainer:innen beginnen bereits, den jungen Orca für die Shows vorzubereiten.

Unsere Partner von der China Cetacean Alliance sind besorgt um das Wohlergehen des Orca-Babys im Delfinarium Shanghai Haichang Ocean Park. Der kleine Wal wurde erst vor neun Monaten geboren und schon gibt es Informationen, dass Trainer:innen mit ihm ins Wasser gehen, um ihn auf seine ersten Auftritte in den Orca-Shows vorzubereiten.

Auch Trainer:innen von SeaWorld USA sind involviert. In den USA ist das Training mit den Schwertwalen im Wasser seit dem tragischen Tod eines Trainers durch Orca Keto im Loro Parque auf Teneriffa und einer Trainerin durch Orca Tilikum bei SeaWorld in Florida, verboten. Die Risiken der Interaktionen mit gefangen gehaltenen Orcas sind hinreichend bekannt.

Beim Verhalten der vier erwachsenen Orcas in Shanghai wurden auch bereits Anzeichen von Aggressionen gegenüber den Trainer:innen festgestellt. Es ist zu befürchten, dass sich in China die tragischen Vorfälle wiederholen könnten. Noch bis zum 30. September kann man die Dokumentation in der ARTE Mediathek ansehen. Im Vordergrund des Films steht das Schicksal von Orca Tilikum; es werden jedoch auch die Hintergründe der Orca-Fänge sowie die Todesfälle verschiedener Trainer:innen beleuchtet.

Insgesamt 16 Orcas befinden sich in China in Gefangenschaft. Sie wurden zwischen 2013 und 2016 in Russland ihrem natürlichen Lebensraum entrissen und an Einrichtungen in China verkauft. Der Nachwuchs in Shanghai ist die erste Nachzucht in China, die der Öffentlichkeit präsentiert wird. Es soll auch in einem anderen Delfinarium in Chimelong bereits Nachwuchs gegeben haben − bisher wurden die Orcas dort jedoch noch nicht in der Öffentlichkeit gezeigt.

WDC engagiert sich als Mitglied in der China Cetacean Alliance, zusammen mit anderen NGOs und Partnern vor Ort, um Aufklärungsarbeit zu leisten und auf lange Sicht den Delfinarien-Boom in China zu stoppen. Von den derzeit weltweit 3.600 in Gefangenschaft gehaltenen Walen und Delfinen befinden sich über 1.000 Individuen in den über 80 Delfinarien in China. Weitere Einrichtungen sind in Planung oder im Bau.

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Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.

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