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Japan beginnt diesjährige Saison für kommerziellen Walfang

© Mark Voltier

150 Brydewale und 25 Seiwale stehen auf der Abschussliste der diesjährigen Walfangsaison, in den weiter von der Küste entfernten japanischen Gewässern. Die Walfänger:innen sind in den vergangenen Tagen bereits in See gestochen, um bis Mitte November Jagd auf die Meeressäuger zu machen.

Am 13. Juni soll die diesjährige Jagd beginnen. Hierzu wurden in den vergangenen Tagen das Walfangsschiff "Yushin Maru No.3" sowie dessen Mutterschiff, die "Nishin Maru" – ein riesiges schwimmendes Schlachthaus zur Weiterverarbeitung des Walfleisches – auf die Reise geschickt. Bis Mitte November sollen in den territorialen Gewässern und der Wirtschaftszone Japans bis zu 150 Brydewale und 25 Seiwale erlegt werden.

Jahrzehntelang war Japan der kommerzielle Walfang durch die internationale Walfangkommission untersagt, weshalb das Land seinen aufwändigen "Forschungswalfang" in der Antarktis betrieb. Nach vielen gescheiterten Versuchen der Widerzulassung kommerzieller Quoten und großer Frustration über die von Japan als sehr einseitig empfundene Perspektive, stieg Japan schließlich aus der Walfangkommission aus. 2019 nahm Japan die kommerzielle Jagd beschränkt auf die eigenen Gewässer erstmals wieder auf.

Walfleisch gilt unter einigen Japaner:innen zwar als Delikatesse, dennoch haben die meisten Menschen dort noch nie Walfleisch gegessen und zeigen geringes Interesse daran. Doch obwohl der Absatz von Wal- und Delfinfleisch in Japan sehr gering ist, hält die Regierung am Walfang fest. Die Populationen seien durch die angeblich nachhaltige Bejagung nicht gefährdet, heißt es.

Vor der Rückkehr in den Heimathafen in Hiroshima sind Zwischenstopps in Sendai, Tokyo und Osaka geplant. Hier sollen Auktionen stattfinden, bei denen das frische Fleisch der erlegten Wale verkauft werden soll. Da der Absatz durch die Corona-Pandemie weiter gesunken ist, will man das Walfleisch möglichst günstig anbieten, aber auch wieder schwarze Zahlen in diesem Geschäft verzeichnen.

"Zum Leidwesen aller Wal- & Delfinschützer in Japan und der ganzen Welt scheint sich die japanische Regierung zum Ziel gesetzt zu haben, das Geschäft rund um den Walfang voranzutreiben und diesen als Wirtschaftszweig weiter auszubauen", sagt Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC. "Wir werden jedoch weiterhin engagiert daran arbeiten, dass auch Japan sich endlich internationalen Bemühungen zum Schutz der Meeressäuger anschließt."

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Brigitte uhlir am 13. Juni 2022 um 7:27 am

    FREEDOM FOR ALL ANIMALS

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