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Dark side of captivity image

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Unsere Praktikantin Katrin stellt sich vor

Mein Traum ist es die Jagd auf Wale und Delfine in Japan zu beenden

Katrin Matthes erzählt über ihr Praktikum bei WDC

Kindheitstraum Meeresbiologin

Meine Faszination für das Meer und meine Liebe zu Walen und Delfinen besteht schon solange ich denken kann. Als Kind habe ich mit meinem Vater oft Naturdokumentationen geschaut und war schon immer sehr für die verschiedensten Tiere zu begeistern. Meine größte Leidenschaft galt aber jeher den Orcas: wunderschön, hochsozial, wahnsinnig intelligent und einfach ganz besonders. Der Film „Free Willy“ hat mich zusätzlich im jungen Kindesalter schon dafür sensibilisiert, dass diese Tiere auf keinen Fall eingesperrt werden dürfen. Bereits in der Grundschule verteilte ich Unterschriftenlisten für Petitionen zum Walschutz und mir war klar: ich möchte einmal Meeresbiologin werden und Wale erforschen. Meinen Tauchschein hatte ich schon vor irgendeinem anderen Führerschein und die ersten Tauchgänge im Roten Meer stärkten meine Faszination für diesen bunten und friedlichen Lebensraum nur noch mehr.

 

Es kommt meist anders als man denkt

Als ich mich nach der 10. Klasse immer konkreter auf „was will ich denn eigentlich mal werden“ besinnen musste, wuchs in mir jedoch die Sorge, dass ich mit einem Meeresbiologie-Abschluss in einem Labor versauern und den Rest meines Lebens Wasserproben analysieren würde. Meinen Recherchen nach erschien es schwierig, Jobs zu finden, in denen man in der Forschung wirklich aktiv und auf dem Meer tätig sein kann. Außerdem lagen mir die Fächer Physik und Mathe leider nie besonders gut – ein weiterer Sorgen-Punkt in Bezug auf das naturwissenschaftliche Studium.

So entschied ich mich einer anderen Passion nachzugehen – meiner Liebe zu Japan. Als 16-Jährige hatte ich bereits ein Schuljahr dort verbracht und mich in Land und Leute verliebt. Ich studierte also Japanologie und Soziologie, ohne so richtig zu wissen, was daraus einmal werden würde. Während meiner Aufenthalte in Japan wurde ich allerdings auch vielfach über den Umgang mit Tieren erschüttert. Das passte so gar nicht zu dem so fortschrittlichen und umsichtigen Bild, welches ich von der japanischen Gesellschaft hatte. In meiner japanischen Schulklasse, und später während meiner Auslandssemester in Tokyo, nutzte ich jede Gelegenheit, Vorträge zu halten oder Info-Plakate zu basteln, um beispielsweise über Pelz-Produkte oder die artgerechte Haltung von Hunden zu informieren.

 

Auf einmal schließt sich der Kreis

Gegen Ende meines Studiums erschien der Film „Die Bucht“, welcher sich um den Wal- und Delfinfang im japanischen Taiji dreht. Rick O‘Barry und weitere engagierte Tierschützer*innen dokumentieren in diesem Film, wie sie versuchen, Aufnahmen von dem brutalen Abschlachten zahlreicher Meeressäuger zu erhaschen und der japanischen Regierung diesbezüglich den Kampf ansagen. Dank eines großartigen Professors, der sich sehr für Tierrecht in Japan interessierte, konnte ich meine Bachelorarbeit über den Walfang in Taiji mit Bezug zu genanntem Film schreiben. Im Rahmen dieser Arbeit habe ich mich mit der Geschichte des internationalen Walfangs auseinandergesetzt und mich tiefgründiger mit der japanischen Perspektive zu diesem Thema befasst.

Über meine ersten Berufsjahre, in denen ich zunehmend weniger mit Japan und schon gar nichts mit Walen oder Delfinen zu tun hatte, geriet dieses Thema für mich traurigerweise aber gänzlich in den Hintergrund.

Vielleicht hat meine berufsbegleitende Ausbildung zum systemischen Coach im letzten Jahr etwas in mir katalysiert: Denn ich hatte mich zwischenzeitlich immer wieder gefragt, wo ich beruflich eigentlich ankommen möchte. Irgendwie wurde mir klar, dass sich meine Leidenschaft für Wale und Delfine immer wieder bemerkbar gemacht hatte, egal wie weit weg ich davon vermeintlich abgekommen war. Ich wollte nicht länger nur Karriere machen oder irgendeinen Job verfolgen, der meine Rechnungen bezahlt.

 

Manchmal braucht es Mut!

Ich entschied mich einen Cut zu machen, so konnte es nicht weitergehen. Das Thema Wale und Umweltschutz holte mich einfach immer wieder ein. Wenn es jemals noch eine Abbiegung Richtung „Traum Meeresbiologin“ geben sollte, dann jetzt. Aber mit 32 Jahren nochmal ein intensives Studium wagen? Wäre vielleicht ein Praktikum genau das Richtige, um herauszufinden, welche Jobs es im Bereich Meeresschutz außerdem gibt? Vielleicht würde ich so herausfinden, ob da etwas ist, zu dem ich mit meinen Kompetenzen und Fähigkeiten perfekt passe?

Nur durch Zufall bin ich auf WDC gestoßen und nun voller Vorfreude auf das, was ich in diesem Praktikum kennenlernen und erfahren werde. Ich hoffe, dass dies den Grundstein eines neuen Weges markieren wird, auf welchem ich mich vollen Herzens dem Schutz unserer Meere und dessen Bewohnern einsetzen darf. Denn ohne das Meer und seine funktionierenden Ökosysteme können wir nicht existieren. In Zeiten der Klimakrise ist es noch deutlicher denn je, wie sehr die Zeit drängt. Noch ein Grund mehr, sich intensiv mit diesen Themen auseinander zu setzen und andere Menschen aufzuklären und zu motivieren, dasselbe zu tun.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Astrid Yildiz am 11. Mai 2022 um 5:33 am

    Sehr schön, wenn man so seinen Lebenstraum verwirklichen kann!

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