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Schweden schließt sein Delfinarium

Delfin in Gefangenschaft
Delfin in Gefangenschaft (C) Rob Lott

Das Delfinarium im Stockholmer Zoo Kolmården hat bekanntgegeben, seine Delfinanlage, in der derzeit zwölf Große Tümmler gehalten werden, zu schließen.

Der Zoo erklärt, er wolle sich auf die Erhaltung bedrohter Arten konzentrieren und die 50-jährige Ära der Delfinhaltung beenden. Das Delfinarium wird so lange in Betrieb bleiben, bis die zwölf großen Tümmler in andere Einrichtungen umgesiedelt werden können. Für die Delfine geht das Leben in Gefangenschaft somit weiter. Genauere Umzugspläne gibt es noch nicht. Bis dahin werden die Delfinshows im Zoo Kolmården weiterhin angeboten.

"Mit der Schließung von Schwedens einzigem Delfinarium werden künftig nur noch 13 EU-Länder Delfine in Gefangenschaft halten. Ein wichtiger Schritt hin zu einem Delfinarien-freien Europa", erklärt Tamara Narganes Homfeldt, Kampagnenleiterin bei WDC Deutschland für die Beendigung der Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen. "WDC begrüßt den Beschluss zur Schließung des Delfinariums. Wir werden uns außerdem dafür einsetzen, dass der Zoo sich verpflichtet, die großen Tümmler nicht weiter zu züchten und die Shows zu beenden."

Zoos führen oft den Naturschutz als Grund für die Gefangenschaft an, doch bei Walen und Delfinen ist dieses Argument nicht stichhaltig. Es ist grausam, Meeressäuger zur öffentlichen Unterhaltung in funktionslosen Becken zu halten. Die psychische Belastung erkennt man an sich wiederholenden Verhaltensmustern, die viele Wale und Delfine in Gefangenschaft zeigen: Sie schwimmen endlos im Kreis, liegen stundenlang auf dem Boden des Beckens oder kauen an den Beckenwänden.

Eine Alternative zur Gefangenschaftshaltung in Delfinarien sind Meeresrefugien in freier Wildbahn. Diese ermöglichen es ehemals gefangenen Walen und Delfinen den Rest ihres Lebens in einer natürlicheren Umgebung zu verbringen, ohne zur Unterhaltung der Menschen alberne Kunststücke vorführen zu müssen.

[shariff]

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Über Bianca König

Bianca König leitet bei WDC Deutschland das Team Kommunikation. Sie ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Magazin WAL & MEER sowie den Jahresbericht und plant Kampagnen mit. Sie ist verantwortlich für die Kommunikationsplanung rund um Konferenzen und Konventionen für WDC international. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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