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Orca in Gefangenschaft bei einer Show
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BLACKFISH in der Arte-Mediathek: Erzählen Sie es weiter

Orca Tilikum bei einer Show. (C) Paul Wigmore
Orca Tilikum bei einer Show. (C) Paul Wigmore

Im Jahr 2013 öffnete der Film BLACKFISH vielen Menschen die Augen. Durch das Schicksal von Orca Tilikum, das im Film ausführlich beleuchtet wird, änderten weltweit viele Menschen ihre Meinung über Orcas in Gefangenschaft. Vor allem viele Amerikaner*innen, die der Film durch die Ausstrahlung auf dem Fernsehsender CNN direkt in ihren Wohnzimmern erreichte, sahen plötzlich die andere Seite der „Orca-Show“.

Orca Tilikum war zu diesem Zeitpunkt bereits in den Tod von drei Menschen verwickelt und auch der Tod eines Trainers im Loro Parque auf Teneriffa wird in der Dokumentation thematisiert. Ebenso geht der Film auf die brutalen Fangaktionen ein, durch die viele Orcas ihren Familien und ihrem natürlichen Lebensraum entrissen wurden, um der Show-Industrie zu dienen.

BLACKFISH-Effekt: Was ein Dokumentarfilm bewirken kann

Noch bis zum 30.09.2022 kann man BLACKFISH derzeit in der Arte-Mediathek ansehen. Im Jahr 2019 wurde außerdem die Dokumentation „BLACKFISH 2 – Der Kampf für Orcas in Freiheit geht weiter“ veröffentlicht (ebenfalls bis Ende September in der Arte-Mediathek abrufbar). Die Fortsetzung beleuchtet unter anderem die ersten Orca-Fänge und den Delfinarien-Boom in Russland und China, beinhaltet aber auch beeindruckende Aufnahmen von Orcas in freier Wildbahn sowie interessante Interviews mit ehemaligen SeaWorld-Trainer*innen und der Regisseurin von BLACKFISH.

ArteMediathek-Blackfish
Wenn Sie BLACKFISH oder die Fortsetzung noch nicht gesehen haben, legen wir Ihnen die beiden Dokumentationen sehr ans Herz.

Erzählen Sie gerne auch Ihren Bekannten davon – denn je mehr Menschen von der Thematik erfahren, desto besser. Unterstützen Sie unsere Arbeit, indem Sie die Öffentlichkeit über die grausamen Haltungsbedingungen der Delfinarien-Industrie informieren. Denn solange die Nachfrage nach Tickets für Delfin- und Orca-Shows nicht versiegt, werden die Betreiber das Show-Geschäft aufrechterhalten.

Was tut WDC?

In unserer Blog-Reihe „Der BLACKFISH-Effekt“ berichteten wir damals, welche unterschiedlichen Auswirkungen der Film im Einzelnen hatte. Der wohl größte Erfolg, den der Film nach sich zog, war, dass SeaWorld in den USA aufgrund des öffentlichen Drucks im Jahr 2016 sein Orca-Zuchtprogramm beendete. Die 19 Orcas, die sich derzeit noch in den drei SeaWorld-Parks in den USA befinden, werden also dort die letzte Generation in Gefangenschaft sein. Doch trotz des großen Erfolgs gibt es weiterhin viel zu tun, um die Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen weltweit zu beenden. BLACKFISH 2 thematisiert einige dieser Bereiche, an denen auch WDC aktiv beteiligt ist.

Eine wichtige Säule ist der Aufbau von Meeresrefugien, die in Gefangenschaft gehaltenen Walen und Delfinen ein alternatives Leben in einer natürlicheren Umgebung ermöglichen können. Zusammen mit dem SeaLife-Trust hat WDC in Island das weltweit erste Refugium für Belugas aufgebaut. Dort befinden sich derzeit zwei Belugas, Little White und Little Grey, die vorher in einem Delfinarium in Shanghai gehalten wurden.

Bereits seit 2015 engagiert sich WDC in der China Cetacean Alliance. Allein in China befinden sich derzeit über 1000 Wale und Delfine in über 80 Einrichtungen in Gefangenschaft, viele von ihnen sind Wildfänge aus Russland, Japan und den Salomon-Inseln bei Neuguinea. Eine große Anzahl weiterer Delfinarien befindet sich im Bau. Wir arbeiten deshalb mit Partnern in China zusammen, um im Land ein Bewusstsein für die grausamen Lebensbedingungen für gefangen gehaltene Meeressäuger zu schaffen und Alternativen für die Wal- und Delfinbeobachtung

 

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.

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