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Zärtlichkeit unter Delfinen (C) Charlie Phillips
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Forschung zeigt: Delfin-Weibchen haben Spaß beim Sex

Genau wie bei Menschen, stärken Zärtlichkeiten auch die Bindungen unter Delfinen. (C) Charlie Phillips
Genau wie bei Menschen, stärken Zärtlichkeiten auch die Bindungen unter Delfinen. (C) Charlie Phillips

Ein Forscher*innen-Team des  Mount Holyoke College in Massachusetts (USA) fand heraus, dass auch weibliche Delfine Lust durch sexuelle Interaktionen mit Artgenossen empfinden können. Die Untersuchungsergebnisse wurden im Fachmagazin Current Biology veröffentlicht.

Untersuchungen, unter der Leitung der Biologin Patricia Brennan, an natürlich verendeten Großen Tümmler-Weibchen zeigten, dass die Delfin-Klitoris ähnlich wie beim Menschen von mehreren Schwellkörpern und vielen freien Nervenenden direkt unter der Haut durchzogen ist. Die Haut ist außerdem dünner als die angrenzenden Bereiche, was das Empfindungsvermögen im Bereich der Geschlechtsöffnung verstärkt.

Bei den untersuchten Delfinen wurden sogenannte "Genitalkörperchen" gefunden, die auch in der menschlichen Anatomie der Klitoris und Penisspitze vorkommen und für das Lustempfinden verantwortlich sind. "Genau wie die menschliche Klitoris ist auch die Klitoris von Delfinen in großen Bereichen mit Schwellkörpern durchzogen, die sich im Erregungszustand mit Blut füllen", erklärt Brennan. Es sei somit durchaus denkbar, dass sich Delfine nicht nur zu Fortpflanzungszwecken paaren sondern auch aus purer Lust und Spaß aneinander reiben, mit der Nasenspitze an den Geschlechtsorganen berühren oder Sex haben. Ob die Meeressäuger auch Orgasmen haben, konnte mit der Forschung jedoch nicht ergründet werden.

Die Interaktionen finden das ganze Jahr über statt, unabhängig davon, in welcher Zyklusphase die Weibchen sich befinden – somit ist anzunehmen, dass das Verhalten zur sozialen Bindung innerhalb der Gruppen dient.

"Wir wissen, dass das sexuelle Zärtlichkeiten bei menschlichen Partnern eine wichtige Rolle für die soziale Bindung und den Erfolg der menschlichen Fortpflanzung spielt. Es ist toll, jetzt anatomische Hinweise darauf zu haben, dass dies wahrscheinlich auch bei Großen Tümmlern der Fall ist", sagt Philippa Brakes, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei WDC für den Bereich Kultur von Walen und Delfinen.

"Das sind also interessante Forschungsergebnisse, aber vielleicht sollten sie uns nicht so sehr überraschen. Aus der Perspektive der menschlichen Kultur ist es vielleicht ebenso interessant darüber nachzudenken, warum wir standardmäßig davon ausgehen, dass Menschen die einzigen Säugetiere sind, die Spaß an Sex finden", so Brakes weiter. "Das könnte einerseits mit den feinen Unterschieden der Klitoris-Anatomie zusammenhängen, aber auch mit früheren kulturellen Vorstellungen von weiblicher Lust. Auch wenn sie in einzigartiger Weise an die Meeresumwelt angepasst sind, gibt es viele andere menschliche Merkmale, die weibliche Delfine und andere Säugetierarten gemeinsam haben".

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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