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Delfin in Gefangenschaft (C) Rob Lott / WDC
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Delfintransport von EU nach China wird auf Eis gelegt

Delfine in Gefangenschaft (C) Augusto Leandro Stanzani / ardea.com
Delfine in Gefangenschaft (C) Augusto Leandro Stanzani / ardea.com

Die Genehmigung für den Transport von acht Delfinen aus dem niederländischen Delfinarium Harderwijk nach China wurde aufgrund von Tierschutzbedenken bis zum Gerichtsverfahren, am 23. November, auf Eis gelegt.

Das Delfinarium "Dolfinarium Harderwijk" in den Niederlanden hat in den letzten Wochen negative Schlagzeilen gemacht, da es mit dem Werbeslogan „Erleben, Entdecken, und Schützen“ impliziert hatte, ein Besuch der Einrichtung würde dem Schutz von Delfinen zugutekommen – um damit den Verkauf von Eintrittskarten zu fördern. Nach einer Beschwerde einer örtlichen Tierschutzgruppe stimmte die Werbekommission jedoch zu, dass nichts darauf hindeutet, dass die Einrichtung aktiv zum Schutz der Delfine in ihren Becken oder in freier Wildbahn beiträgt.

Parallel dazu wurden Pläne für den Verkauf von acht Delfinen (sowie zwei Walrosse und zwei Seelöwen) an den chinesischen Zoo "Hainan Ocean Paradise" bekannt – da die Delfinarienindustrie in China derzeit boomt. Die niederländische Regierung hatte für den Transport bereits eine Genehmigung erteilt.

Aufgrund von Tierschutzbedenken, die von verschiedenen Tierschutzorganisationen ausgesprochen wurden, hat ein niederländischer Richter am 9. November den Delfintransport vorübergehend blockiert. Der Verkauf würde nicht im Wohle der Meeressäuger stehen. Abgesehen von dem Stress, dem die Individuen während des Transportes ausgesetzt würden, ist China bekannt dafür, schlechtere Tierschutzstandards als die EU zu haben.

Die Exportgenehmigung für Harderwijk ist damit jetzt erst einmal auf Eis gelegt. Das Gerichtsverfahren gegen die Regierung findet voraussichtlich am 23. November statt, dann wird endgültig entschieden, ob die Genehmigung entzogen wird.

Hintergrundinfos

Weltweit befinden sich derzeit mehr als 3.600 Wale und Delfine in Gefangenschaft. Über 1.000 dieser Individuen werden in 84 Delfinarien in China gehalten, weitere Delfinarien befinden sich im Bau oder in der Planung. Zum Vergleich: im Jahr 2016 waren es ca. 600 Wale und Delfine in 39 Delfinarien. Viele Individuen stammen aus den grausamen Treibjagden in Japan, 15 Orcas wurden ihrem natürlichen Lebensraum in Russland entrissen und nach China gebracht. WDC engagiert sich in der China Cetacean Alliance (CCA) und arbeitet mit anderen Organisationen und Partnern vor Ort daran, Aufklärungsarbeit zu leisten und auf lange Sicht den Delfinarien-Boom in China zu stoppen. 14 illegale zirkusähnliche Shows mit Meeressäugern konnten auf Initiative der CCA und öffentlichem Widerstand so bereits geschlossen werden.

In der EU sind die Tierschutzstandards zwar besser als in China, doch auch hier ist kein Ende der Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen in Sicht. Bisher gibt es kaum authentische Meeresrefugien für Wale und Delfine, die ehemals gefangen gehaltenen Individuen natürlichere Lebensbedingungen ermöglichen können. Deshalb ist es wichtig, dass das Wohlergehen der derzeit in Gefangenschaft gehaltenen Delfine an erster Stelle steht. Außerdem muss die Zucht eingestellt werden, damit die momentan gehaltenen Wale und Delfine die letzte Generation in Gefangenschaft ist. WDC ist Mitglied bei Dolphinaria-Free Europe (DFE) und fordert die EU-Staaten, so auch Deutschland, dazu auf, sich mit der Thematik Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen auseinanderzusetzen, um dem lebenslangen Leiden der Tiere ein Ende zu setzen – denn artgerecht ist nur die Freiheit.

[shariff]

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Über Tamara Narganes Homfeldt

Tamara Narganes Homfeldt setzt sich bei WDC für das Beenden der Gefangenschaft von Walen und Delfinen ein.

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