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Färöer-Inseln: Schlachtung von über 1.400 Delfinen löst weltweite Empörung aus

(C) HP Roth
(C) HP Roth

Der 12. September 2021 wird als trauriger Rekord in die Geschichte des mensch-gemachten Artensterbens eingehen. Mehr als 1.400 atlantische Weißseitendelfine wurden über Stunden von einer kleinen Gruppe Walfänger an einem Strand der Färöer-Inseln abgeschlachtet. Obwohl die jährlichen Jagden auf Delfine von der Bevölkerung generell verteidigt werden, löste dieses Massenschlachten auch bei vielen Färöern Wut und Unverständnis aus.

Nachdem die riesige Delfinschule erst über Stunden von Booten an der Küste entlang getrieben wurde, brachten die Jäger die Delfine schließlich dazu, am Strand von Skalabotnur auf der Insel Eysturoy im seichten Wasser zu stranden. Da nur wenige Menschen am Strand warteten, um mit der Tötung zu beginnen, zog sich das Sterben der Delfine über Stunden hin. Die veröffentlichten Bilder des Gemetzels lösten weltweit Entsetzen aus.

Walfleisch

(C) Astrid Fuchs/WDC

Auf den Färöer-Inseln werden vor allem Grindwale gejagt, jedoch auch Große Tümmler und Rundkopfdelfine. Während der Treibjagd (auch Grind genannt) werden oft ganze Familiengruppen mit Motorbooten im offenen Meer umzingelt und Richtung Küste getrieben. Wenn die Tiere im flachen Wasser sind, wird ein Metallhaken in ihr Blasloch gerammt um sie an den Strand zu ziehen. Dort werden sie mit einem Messer oder einer spitzen Lanze getötet. Vor den Augen der Familienmitglieder werden schwangere Weibchen und Jungtiere grausam getötet. Diese hochsozialen und intelligenten Tiere wissen dabei ganz genau, was um sie herum passiert.

WDC setzt sich seit Jahrzehnten für ein Ende der Treibjagden auf den Färöern ein. Normalerweise werden Grindwale gejagt, wobei die Zahl der auf einmal getöteten Tiere zwischen einigen Dutzend und mehreren Hundert liegen kann. Weißseitendelfine dürfen zwar legal gejagt werden, sind jedoch seltener unter den Opfern. „Diese Jagd ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Schlachtungen nicht zur Nahrungsbeschaffung dienen. Ich war vor einigen Jahren selbst vor Ort und konnte mich davon überzeugen, dass es keine Notwendigkeit für die Färinger gibt, sich von Delfin- oder Grindwalfleisch zu ernähren“, kommentiert Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin von WDC. „Dass eine Regierung in Zeiten von Artensterben und Klimakrise ein solches Massenschlachten für legal erklärt, ist absolut unverständlich und nicht hinnehmbar. Wir erwarten jetzt eine entsprechende Reaktion von Deutschland und der EU.“

Bei den Jagden gibt es auch keinerlei Quoten, wird eine Familiengruppe oder Schule and Grindwalen oder Delfinen gesehen, werden alle Tiere auf den Strand getrieben und getötet. Dies beinhaltet auch schwangere Weibchen, Babys und Jungtiere.

Ein Großteil der Kritik kam von den Bewohner*innen der Inseln selbst, wo normalerweise die Jagd stark verteidigt und als eine langjährige Tradition dargestellt wird, die eine notwendige Ergänzung ihrer Ernährung darstellt.

„Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Delfinfamilien nicht umsonst gestorben sind. Dieses Horror-Ereignis muss endlich dazu führen, dass die Bewohner*innen der Färöer Inseln, die die Jagden noch unterstützen, endlich im 21. Jahrhundert ankommen. Sie müssen sich den weltweiten Bemühungen, Wale, Delfine und ihren Lebensraum zu schützen anschließen, um diese hochintelligenten und sozialen Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren“, schließt Fuchs.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.

2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Rinaldo Rago am 17. September 2021 um 9:14 pm

    Ja das ach so soziale Nordeuropa beim massenhaften Abschlachten von Säugetieren . Brutale Methoden und Bewohner

  2. Veröffentlich von Anne Scholz am 1. Oktober 2021 um 10:49 pm

    Mensch braucht Omega – nicht FISCH
    Mensch braucht Kalzium – nicht MILCH
    Mensch braucht Proteine – nicht FLEISCH.
    Wann kapiert ihr Deppen weltweit dies endlich ? Aber wehe, eine andere Spezies frisst eure Kinder !!!

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