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Erneut Trauer bei den Southern Resident Orcas

K21-Cappuccino-scaled

Nach dem es zu Beginn des Jahres gute Nachrichten von der bedrohten Orca-Population der Southern Residents gab, spielte sich nun ein weiteres Drama in der kleinen Gemeinschaft ab.

Nach sehr langer Abwesenheit von ihren heimischen Gewässern in der Salish Sea wurden alle drei Familiengruppen (J-, K- und L-Pod) Ende Juli endlich wieder dort gesichtet. Doch die Freude der Forscher*innen und Walbeobachter*innen vor Ort währte nicht lange. Die Mitarbeiter*innen an Bord eines Walbeobachtungsbootes sichteten Orca K21 (Cappuccino) in extrem schlechtem Gesundheitszustand und weit hinter seiner Gruppe. Seine vorher so majestätische Rückenflosse war komplett zur Seite gekippt, er konnte kaum noch gegen die Strömung anschwimmen. Seither wurde Cappuccino nicht mehr gesichtet. Er war vermutlich in den letzten Stunden seines Lebens. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sein Tod von den Forscher*innen vor Ort bestätigt werden kann, denn die Orcas verließen bereits kurz nach der dramatischen Sichtung wieder das Gebiet.

Vermutlich hat die Salish Sea eine besondere Bedeutung für die Southern Residents, denn sie werden dort immer gesichtet, wenn es Nachwuchs gab oder wie in diesem Fall wahrscheinlich einen Todesfall in der Gemeinschaft. Seit die Lachsbestände in der Gegend abnehmen, verbringen die Schwertwale immer mehr Zeit außerhalb der Region, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Mit nur noch 75 Mitgliedern ist jedes Individuum enorm wichtig für die kleine Gemeinschaft. Cappuccino hat mit seinen 35 Jahren das Durchschnittsalter für männliche Orcas bei den Southern Residents erreicht, er hätte aber auch 50 oder 60 Jahre alt werden können. Obwohl wahrscheinlich nie bestätigt werden kann, ob Cappuccinos schlechter Gesundheitszustand ausschließlich auf Nahrungsmangel zurückzuführen ist, der dramatische Rückgang der Lachsbestände hat in jedem Fall Auswirkung auf die bedrohte Orca-Gemeinschaft.

Glücklicherweise gibt es aber auch gute Nachrichten vom Kurzbesuch der Southern Residents in der Salish Sea: Baby L125, im Februar diesen Jahres zum ersten Mal gesichtet, hat inzwischen ihren Namen bekommen (Element) und wurde auch dieses Mal wieder zusammen mit ihrer Familie gesichtet.

L125 neben seiner Mutter, Orca "Surprise!" (C) Dave Ellifrit / Center for Whale Research

WDC setzt sich zusammen mit Partnern vor Ort unermüdlich für den Schutz der Southern Residents ein. Unter anderem geht es nun darum, dass die Maßnahmen, die im Rahmen der Southern Resident Orca Task Force beschlossen wurde, auch umgesetzt werden: Wiederherstellung des Lachshabitats, Verbesserung der Wasserqualität und Verringerung der Meeresverschmutzung. Für den Abriss der Dämme im Klamath River wurde nun eine der beiden letzten benötigten Genehmigungen erteilt. Ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Laichgründe der Königslachse, die die Hauptnahrung der Southern Residents darstellen.

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Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.

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