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(C) Leonardo Da Silva / Flickr

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Grausames Experiment an Zwergwalen für dieses Jahr beendet

(C) Ursula Tscherter / ORES
(C) Ursula Tscherter / ORES

Das weltweit kritisierte Experiment, bei dem an Zwergwalen in der nordnorwegischen Region Vestvågøy nahe der Lofoten Hörtests durchgeführt werden sollten, wurde für dieses Jahr beendet. Es gelang den Forscher*innen nicht, gefangene Wale den geplanten Tests zu unterziehen.

In einer Bucht wurden Netze gespannt, die vorbeiziehende, junge Zwergwale abfangen und in einen modifizierten Lachskäfig leiten sollten. Laut Angaben der Forscher*innen, gingen dem Team insgesamt drei Wale in die Netze. Zwei davon waren Zwergwale, von denen einer jedoch zu groß für den Testaufbau war und freigelassen wurde. Der andere, kleinere Zwergwal konnte durch eine Lücke unter dem Netz entwischen. Der dritte Wal war ein Buckelwal und für das Experiment somit ungeeignet – auch er wurde freigelassen.

Ziel der Forscher*innen war es, das Gehör junger Zwergwale zu testen, um festzustellen, ab welcher Frequenz sie auf verschiedene Geräusche militärischer Aktivitäten sowie den Lärm der Öl- und Gasförderung reagieren.

WDC hatte auf das Vorhaben sofort reagiert: Auf unsere Initiative hin haben 50 Wissenschaftler*innen und Tierärzt*innen aus aller Welt einen Protest-Brief an die norwegische Regierung unterzeichnet. In Gesprächen mit internationalen Medien haben wir weltweit für Aufmerksamkeit für das Vorhaben gesorgt und unsere Besorgnis zur Gefährdung der Wale thematisiert. Berichte sind u.a. bei Süddeutsche Zeitung, ZEIT, Stern, SPIEGEL, taz, WELTDeutschlandfunk, BBCEuronewsTRTCNN sowie in den sozialen Medien erschienen.

Dank Ihrer Unterstützung hat unsere Petition außerdem in kurzer Zeit fast 90.000 Unterschriften erreicht. Damit können wir die weltweite Ablehnung des Experiments im Gespräch mit der norwegischen Regierung zum Ausdruck bringen.

Während wir erleichtert sind, dass in diesem Jahr keine Wale mit Elektroden unter der Haut und eingeklemmt zwischen zwei Flößen getestet wurden, haben die Beteiligten (einschließlich der norwegischen Behörde für Lebensmittelsicherheit "Mattilsynet" sowie den Forschungsinstituten der Verteidigungsbehörden von Norwegen und der USA) bereits ihre Absicht bekundet, die Tests im Jahr 2022 zu wiederholen.

Gemeinsam mit NOAH, der führenden Tierschutzorganisation in Norwegen, hat WDC einen vollständigen Bericht über die diesjährigen Aktivitäten angefordert. Darüber hinaus werden wir uns dafür einsetzen, dass das grausame und umstrittene Projekt gänzlich eingestellt wird.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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