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Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

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Walfang in Norwegen: bereits fast doppelt so viele Wale geschlachtet wie im Vorjahr

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Die norwegische Walfangsaison wurde am 1. April eröffnet. Die selbst zugewiesene Quote ist die gleiche wie im letzten Jahr, d.h. 1.278 Zwergwale dürfen laut norwegischer Regierung in diesem Jahr gefangen und geschlachtet werden – in den meisten Fällen wird diese Quote nicht ausgeschöpft. Die aktuelle Saison sieht jedoch eine große Steigerung der Fangzahlen.

Die norwegischen Walfänger*innen haben in den letzten 10 Jahren mehr Wale getötet als Japan oder Island – und in drei dieser Jahre sogar mehr als diese beiden Nationen zusammen. 15 Boote haben in diesem Jahr eine Lizenz für den Walfang erhalten und einen schnellen Start hingelegt.

2019 schlachteten Walfänger*innen insgesamt 429 Zwergwale, 2020 waren es bereits 503 Wale. Doch jetzt scheinen die Waljäger*innen einen neuen, erschütternden Rekord für 2021 aufstellen zu wollen: Seit Start der Saison wurden inzwischen 416 Zwergwale getötet. Hochgerechnet fordert die brutale Jagd nun 5 Wale pro Tag – und die Saison läuft noch bis Oktober weiter.

"Die Walfänger*innen in Norwegen scheinen im regelrechten Blutrausch zu sein", sagt Astrid Fuchs, Policy Lead für den Bereich Walfang bei WDC Deutschland. "Dass bereits jetzt doppelt so viele Wale getötet wurden, als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt, ist schockierend. Da häufig schwangere Weibchen getötet werden, hat dies natürlich langfristige Auswirkungen auf die Population."

Es scheint wie ein Widerspruch, dass ein fortschrittliches, hoch angesehenes Land wie Norwegen weiterhin am Walfang festhält, während der Arten- und Meeresschutz überall auf der Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auch die Nachfrage nach Walfleisch sinkt in Norwegen, wie eine von WDC und anderen NGOs in Auftrag gegebene Studie zeigt.

"Die Aussicht auf kurzfristige, schnelle Gewinne – zum Beispiel durch die Vermarktung von Walfleisch als regionale Delikatesse an Einheimische und Tourist*innen – scheint für die norwegische Regierung immer noch wichtiger zu sein, als sich dem globalen Momentum anzuschließen und sich für Arten- und Klimaschutz einzusetzen", so Fuchs weiter. "Dabei könnte Norwegen durch verantwortungsvolles Whale Watching und als Schützer sensibler Ökosysteme langfristig viel mehr gewinnen."

Wale sind unsere Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Ähnlich wie Bäume an Land speichern sie in ihren Körpern über Jahrzehnte hinweg große Mengen an Kohlenstoff, der sich folglich nicht zu klimaschädlichem CO2 verbinden kann. Außerdem tragen sie zu einem gesunden Ökosystem im Meer bei. Schützen wir Wale, schützen wir uns selbst. WDC setzt sich deshalb weltweit für ein Ende des Walfangs ein.

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12 junge Zwergwale sollen vor Norwegen (Lofoten) grausamen Hörversuchen ausgesetzt werden. Mit Ihrer Unterschrift können Sie uns dabei unterstützen, den Abbruch der Experimente zu fordern. Mehr zu den Hintergründen und zur Petition:

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Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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