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Little White und Little Grey in ihrem Refugium vor Island im Sommer 2020. (C) SEA LIFE TRUST

Umzug der Belugas: Neuigkeiten von SEA LIFE TRUST und WDC

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Verwaistes Orca-Baby „Toa“ vor Neuseeland gestorben

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Kann Wal-Kot dabei helfen, die Klimakrise zu stoppen?

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WDC-Unterstützer startet Petition gegen Stellnetze in Schutzgebieten

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Ostsee-Schweinswal vom Aussterben bedroht: Umweltschützer starten Petition gegen Stellnetze in Meeresschutzgebieten

 

Am 16. Mai ist der Internationale Tag des Ostsee-Schweinswals – der einzigen heimischen Walart Deutschlands. In der zentralen Ostsee ist er jedoch akut vom Aussterben bedroht: Dort leben nur noch rund 500 Individuen. Die Hauptbedrohung sind Stellnetze, in die die kleinen Wale als Beifang geraten. Ihr Einsatz ist selbst in Meeresschutzgebieten immer noch erlaubt. Maximilian Gabriel aus München ruft deswegen zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Whale and Dolphin Conversation (WDC) Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einer Petition dazu auf, Stellnetze endlich aus Meeresschutzgebieten zu verbannen.

Stellnetze sind Fischernetze, die ähnlich einem Zaun auf den Meeresgrund gestellt werden und mehrere Kilometer lang sein können. Immer wieder verheddern sich Schweinswale unbeabsichtigt in den Netzen und ersticken qualvoll. Der uneingeschränkte Einsatz von Stellnetzen in Meeresschutzgebieten ist für den bedrohten Ostsee-Schweinswal verheerend – denn diese Gebiete sollen die Tiere eigentlich besonders schützen.

"Der Schweinswal steht unter strengem Naturschutz", erklärt Petitions-Initiator Maximilian Gabriel. "Dass in ausgewiesenen Meeresschutzgebieten immer noch gefischt wird, ist ein Verstoß gegen geltendes Naturschutzrecht. Es ist ein Skandal, der bislang viel zu wenig Aufmerksamkeit in der Bevölkerung erhält. Das möchten wir mit unserer Petition jetzt schnellstmöglich ändern! Der Internationale Tag des Ostsee-Schweinswals ist dafür ein perfekter Anlass."

In den Meeresschutzgebieten der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ist bis heute jegliche Form der Fischerei – inklusive Stellnetze – erlaubt, da es bislang an dringend notwendigen Regulierungen für die Ostsee mangelt. WDC und DUH drängen seit Jahren auf eine strengere Fischereiregulierung. Mittlerweile hat sich aufgrund der hohen Dringlichkeit sogar die EU-Kommission eingeschaltet und die klare Forderung an Deutschland gestellt, in Meeresschutzgebieten keine Stellnetze mehr zu erlauben.

DUH und WDC dazu: "Die Schweinswal-Population in der zentralen Ostsee ist genetisch eigenständig und somit einzigartig. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht dieser große Naturschatz für immer zu verschwinden. Jedes Tier, das durch den Beifang stirbt, ist mehr als die Population verkraften kann. Das Verschwinden der Schweinswale würde auch langfristige Folgen für das gesamte Ökosystem der Ostsee haben – eine fatale Entwicklung, wenn wir bedenken, dass das Meer der größte Klimapuffer unseres Planeten ist."

Gesunde und artenreiche Meere sind unser größtes Kapital im Kampf gegen die Klimakrise. Insofern ist ökologisch nachhaltige Fischereipolitik auch gute Klimapolitik. DUH und WDC setzen sich dafür ein, dass umweltzerstörende Fischereipraktiken ein Ende haben, alternative Fangmethoden entwickelt und Meeresschutzgebiete zu echten und effektiven Ruhezonen für die Natur werden. Genauso wie die Landwirtschaft benötigt auch die Fischerei einen ökologischen Umbau, um sie langfristig nachhaltig zu gestalten.

Vielen Dank!

Diese WDC-Kampagne wird von der Bees & Trees Stiftung gefördert.

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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