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Norwegen ergreift Maßnahmen gegen Beifang von Schweinswalen

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Das norwegische Ministerium für Handel und Industrie hat neue Vorschriften für den Einsatz von Pingern angekündigt, um Schweinswale und andere Meeressäuger vor dem Tod durch Beifang zu bewahren.

Die neue Regelung schreibt vor, dass Fischer*innen in Teilen Norwegens sogenannte "Pinger" an ihren Netzen anbringen. Schweinswale orientieren sich über Echolokation – die dünnen Maschen der Fischernetze sind jedoch kaum bis gar nicht wahrnehmbar. Die Pinger senden kleine akustische Signale aus, um die Tiere vor der Gefahr zu warnen.

Das Institut für Meeresforschung (IMR) in Norwegen hat errechnet, dass jedes Jahr etwa 2.900 Schweinswale unbeabsichtigt in Fischernetzen entlang der norwegischen Küste gefangen werden. Studien haben gezeigt, dass der Beifang von Schweinswalen mit Hilfe von Pingern um 70 bis 100 Prozent reduziert werden kann. Außerdem erhofft man sich von der neuen Regelung eine Reduzierung der Schäden an den Netzen der Fischer*innen.

"Auch wenn es vielversprechende wissenschaftliche Ergebnisse zu Pingern gibt, darf man sie nicht als die Lösung für das Beifang-Problem ansehen. Denn nicht in allen Studien erzielten die Geräte die erwünschten Ergebnisse. Zudem tragen Pinger zur Verlärmung der Meere bei. Deswegen plädiert WDC stets dafür, Pinger nur als Übergangslösung zu betrachten. Wegen ihrer Scheuchwirkung verbietet es sich darüber hinaus grundsätzlich, sie innerhalb von Schutzgebieten einzusetzen", so Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC.

Der Beifang zählt weltweit zu den Haupttodesursachen für Wale und Delfine – mehrere Arten sind durch die gefährlichen Fischernetze inzwischen vom Aussterben bedroht.

In Deutschland ist insbesondere die Schweinswal-Population in der zentralen Ostsee durch die Stellnetzfischerei gefährdet. WDC Deutschland lancierte deshalb im November die Kampagne "Stellnetze raus aus Schutzgebieten!" und fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einem Brief und einer Petition dazu auf, effektive und langfristige Maßnahmen zum Schutz der kleinen Wale zu ergreifen.

Auch in den Gewässern Großbritanniens leiden und sterben schätzungsweise 1.000 Schweinswale, Hunderte von Delfinen und Dutzende von Walen jährlich in Fischernetzen. WDC startete Mitte Februar deshalb zusätzlich eine UK-spezifische Beifang-Kampagne, um die britische Regierung zum dringenden Handeln zu bewegen. Damit konzentrieren sich viele Aktivitäten von WDC sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland derzeit auf den Schutz von Schweinswalen – und ergänzen sich gegenseitig.

Für beide Kampagnen brauchen wir dringend Ihre Unterstützung!

Unterzeichnen Sie hier unsere deutsche Petition und hier unsere UK-spezifische Petition zum Schutz der Wale, Delfine und Schweinswale vor dem Tod durch Beifang.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Bianca König

Über Bianca König

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Bianca König unterstützt bei WDC den Bereich Kommunikation und organisiert bundesweite Clean-Ups. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Patenorcas von WDC beheimatet sind.

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