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GROSSE Neuigkeiten: Neue Walart im Golf von Mexiko identifiziert

Luftaufnahme eines Rice-Wals im Golf von Mexiko (C) NOAA
Luftaufnahme eines Rice-Wals im Golf von Mexiko (C) NOAA

Es ist wirklich erstaunlich, dass es immer noch so viel gibt, was wir nicht über Wale wissen – einschließlich der Existenz einer ganz neuen Art.

Eine Studie unter der Leitung der NOAA-Fischereiwissenschaftlerin Dr. Patricia Rosel bestätigt, dass die Population von Walen, die Ende Januar im Golf von Mexiko entdeckt wurde, eine bislang unbekannte, neue Art ist. Leider handelt es sich zugleich auch um eine stark gefährdete Spezies, da nur noch 44 Individuen leben.

Die Wale wurden bisher für eine eigene Population von Brydewalen gehalten, einem (im Allgemeinen) mittelgroßen Bartenwal.  Anhand des Schädels eines Individuums, das 2019 gestrandet und gestorben ist, konnten Dr. Rosel und ihr Team Merkmale identifizieren, die die Population jedoch als neue Art auszeichnen.

 

 

Es ist immer tragisch, wenn ein Wal strandet und stirbt, aber die Untersuchung dieser Tiere kann eine Fülle von Daten liefern, die sonst nur sehr schwer oder gar nicht zu erheben wären (z. B. die Untersuchung eines Schädels).  Die Todesursache kann, wenn sie ermittelt wird, auch Informationen über die größten Bedrohungen liefern, denen eine Population ausgesetzt ist.

Diese Wale – die bisher als "Brydewale im Golf von Mexiko" bezeichnet wurden, um die Population und ihren Lebensraum von anderen Brydewalen zu unterscheiden – werden nun als "Rice's Whale" bezeichnet. Benannt wurde die neue Spezies nach dem Biologen Dale Rice, dem ersten Forscher, der ihr Vorkommen im Golf von Mexiko erkannte.  Die Population ist eine der wenigen Gruppen von Großwalen, die keine langen saisonalen Wanderungen zwischen warmen und kalten Regionen unternehmen und das ganze Jahr über in einem Gebiet bleiben.

Anfängliche Beobachtungen dieser Wale ließen die Forscher*innen glauben, dass es sich um eine seltene Population handelt, was den Anstoß zu jahrelangen, detaillierteren Studien und der Sammlung genetischer Daten gab. Dies half auch, ihren Status als neue Art zu bestätigen.

Die Rice-Wale waren bereits unter dem Endangered Species Act (ESA) als gefährdet gelistet und behalten ihren Schutzstatus.  Es gibt schätzungsweise weniger als 100 dieser Wale, wobei bislang nur 44 Individuen eindeutig gezählt werden konnten.

Leider überschneidet sich ihr Kernlebensraum mit der intensiven menschlichen Nutzung des Meeres. Die Wale sind durch Schiffskollisionen, Verfangen in Fischernetzen, Verschlucken von Meeresmüll und Unterwasserlärm (z.B. durch seismische Untersuchungen) gefährdet.  Ölverschmutzungen sind ebenfalls ein großes Risiko, besonders in ihrem Lebensraum im Golf von Mexiko: Die Ölbohrplattform BP Deepwater Horizon 2010 hat schätzungsweise 17 Prozent der Population getötet und wahrscheinlich langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit und Reproduktionsfähigkeit dieser Wale verursacht.

Schnelle Fakten (von NOAA Fisheries)

  • Die Rice-Wale können bis zu 27 Tonnen wiegen
  • Sie werden bis zu 13 Meter lang
  • Ihre Lebenserwartung ist unbekannt, aber ähnliche Arten werden etwa 60 Jahre alt
  • Ihr Lebensraum ist der Golf von Mexiko, im Südosten der USA
Rice-Wal beim Auftauchen (C) NOAA
Rice-Wal beim Auftauchen (C) NOAA

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

3 Kommentare

  1. Veröffentlicht von David Pfender am 26. Februar 2021 um 2:06 pm

    Liebes Team,
    wieder mal eine tolle News!!! Handelt es sich hierbei auch um eine genetisch neue Art oder ist die Einordnung rein auf die Morphologie zurück zu führen?

    HG,
    der treue David

    • Veröffentlicht von Luisa Knüppe am 1. März 2021 um 11:31 am

      Lieber David, die Art wurde genetisch und morphologisch neu eingestuft. Viele Grüße!

  2. Veröffentlicht von Wilma Stickler am 28. Februar 2021 um 11:20 am

    Hallo, ich finde Ihre Arbeit faszinierend! Wenn ich könnte, würde ich aktiv mithelfen. Toll dass die neue Walart gefunden wurde. Umso trauriger, dass sie bereits am Rande der Ausrottung durch den Menschen steht!
    Ich werde Ihre Arbeit weiterhin finanziell unterstützen. Vielleicht können wir im Sommer wieder verreisen, dann versuche ich meinen Patentendelfin Rainbow zu besuchen. Liebe Grüße Wilma Stickler

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