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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Sorgt der Tiefseebergbau bald für den ökologischen Super-GAU?

(C) Vanessa Mignon
(C) Vanessa Mignon

Wissenschaftler*innen warnen schon seit Jahren davor, dass der Tiefseebergbau eine gefährliche Zerstörung in unseren Ozeanen anrichten kann. Doch trotz ernsthafter ökologischer und wirtschaftlicher Bedenken wird die kommerzielle Ausbeutung des Meeresgrundes durch einzelne Privatunternehmen vorangetrieben – gestärkt durch eine Politik, die nur den Profit im Sinn hat. Ein aktueller Greenpeace-Report zeigt auf, wer gewinnt und verliert, sollte der Tiefseebergbau in den Ozeanen in großem Stil beginnen.

Die Tiefsee ist das größte Ökosystem der Erde und gehört zu den wichtigsten planetaren Kohlenstoffsenken. Der Bergbau am Meeresgrund kann dem Lebensraum Meer ernsthafte und vor allen Dingen irreparable Schäden zufügen sowie zu einem Verlust der biologischen Vielfalt in der Tiefsee führen. Beides können wir uns in der aktuellen Klimakrise nicht leisten.

"Wir beginnen gerade erst zu verstehen wie sehr uns die Ozeane dabei unterstützen, der Klimakrise zu begegnen. Mangrovenwälder, Seegrasweisen, sogar Wale und Fische sind effektive Kohlenstoffspeicher, die – ähnlich wie Wälder an Land – einen Großteil des vom Menschen produzierten CO2 absorbieren", sagt Fabian Ritter, Leiter des Bereichs Meeresschutz bei WDC. "Wir täten gut daran, die Meere besser zu schützen, anstatt die Ausbeutung von Tiefseeressourcen voranzutreiben, deren Folgen wir schlicht nicht absehen können. Die jetzt aufgedeckten Machenschaften der Politik und Unternehmen lassen ja deutlich erahnen, wie der Hase läuft".

Vier Hauptunternehmen aus dem globalen Norden (DeepGreen, Dredging, Environmental and Marine Engineering NV, und der Waffenhersteller Lockheed Martin) verschaffen sich derzeit Zugang zu Gebieten des Meeresbodens, dessen Bewirtschaftung eigentlich für Entwicklungsländer vorgesehen ist. Ein leichtes Spiel, da sich die von Armut geprägten Inselstaaten im Süden ohne weiteres auf die Kooperationen einlassen. Ein Trugschluss: Während der Norden vom Tiefseebergbau profitiert, würde die rechtliche Haftung für die Umweltschäden weiter bei den Nationen im Süden liegen.

Greenpeace-Recherchen zufolge wird die Tiefseebergbau-Industrie durch die internationale Meeresbodenbehörde (ISA) gestärkt, die eigentlich als Aufsichtsbehörde agieren müsste, dem Tiefseebergbau jedoch konsequent Vorrang vor der Bewahrung des Meeresbodens einräumt. Ein enges, korruptes Geflecht aus Tochtergesellschaften, Partner-Unternehmen und Sponsorenstaaten der vier Hauptunternehmen treibt die ISA offenbar dazu, die ohnehin schon begrenzten Regelungen zum Tiefseebergbau weiter zu lockern, sodass die Unternehmensgewinne maximiert werden können.

Oberflächlich wird der Raubbau am Meeresgrund als öffentliches Interesse lobbyiert – den Preis, den vor allem der globale Süden aber auch die gesamte Welt durch die Folgeschäden trägt, ist jedoch enorm hoch. Um die Menschen und die Natur zu schützen, müssen sich die Vereinten Nationen nun dringend auf ein globales Meeresabkommen einigen.

WDC arbeitet immer stärker mit dem Argument, dass gesunde Meere eine größere Resilienz des Planeten gegenüber dem Klimawandel bedeuten. Ob beim Schutz der Wale, Korallenriffe oder der Tiefsee: Wir schützen uns selbst, wenn wir die Meere bewahren (und in Ruhe lassen).

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Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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