Zum Inhalt springen
All news
  • All news
  • End captivity
(C) Tim Stenton

WDC und Klima Allianz fordern Meeresschutz in Klimaziele einzubinden

(C) Tim Stenton Rund sieben Monate vor der Bundestagswahl hat die Klima-Allianz Deutschland den Regierungsparteien...
(C) WDC

WDC startet Beifang-Kampagne in Großbritannien

(C) WDC Beifang ist ein weltweites Problem: Mehr als 300.000 Schweinswale, Delfine und Wale sterben...
(C) WDC

Norwegen ergreift Maßnahmen gegen Beifang von Schweinswalen

(C) WDC Die neue Regelung schreibt vor, dass Fischer*innen in Teilen Norwegens sogenannte "Pinger" an...
(C) Dave Ellifrit / Center for Whale Research

Die Southern Residents überraschen uns mit einem neuen Baby

L125 neben seiner Mutter, Orca "Surprise!" (C) Dave Ellifrit / Center for Whale Research Am...

Flussdelfin “Baby” stirbt im Duisburger Zoo

Die Spuren, die das Leben in Gefangenschaft auf "Babys" Körper hinterließen, sind hier deutlich zu sehen. (C) WDC
Die Spuren, die das Leben in Gefangenschaft auf "Babys" Körper hinterließen, sind hier deutlich zu sehen. (C) WDC

Nach Jahrzehnten in Gefangenschaft im Duisburger Zoo ist Delfin "Baby" am Sonntag gestorben. Weltweit wird somit nur noch ein einziger Flussdelfin zu Unterhaltungszwecken gehalten.

"Baby" (auch bekannt als "Orinoko" oder "Butu") war 47 Jahre alt, als er diese Woche im Zoo starb. Dass "Baby" so alt wurde, zeugt jedoch nicht von artgerechter oder gesunder Haltung: Der männliche Flussdelfin führte ein sehr trauriges, tristes Leben. Er wurde als sehr junger Delfin, zusammen mit seiner Mutter und drei weiteren Tieren, in Rio Apure (Venezuela) gefangen und musste folglich den Rest seines Lebens zu Unterhaltungszwecken in einem Betonbecken ohne ausreichend Platz oder Beschäftigungsmöglichkeiten verbringen.

Im Rahmen unserer Kampagne "FREI – mein Zuhause hat keine Wände!" setzt sich WDC seit vielen Jahren für die Schließung der letzten beiden Delfinarien in Deutschland, im Tiergarten Nürnberg und im Duisburger Zoo, ein. Wie schlecht es den Tieren in Gefangenschaft geht, zeigt u.a. der Hintergrundbericht zur Delfinhaltung in Deutschland, den WDC im Zuge der Kampagne veröffentlichte.

Nach Angaben des Duisburger Zoos war "Baby" krank und wurde schließlich eingeschläfert. Damit bleibt nur noch ein Flussdelfin namens "Guailurin" in Gefangenschaft in einem Delfinarium der peruanischen Hafenstadt Iquitos gehalten.

Es gibt vier Arten von Flussdelfinen, die in den großen Flüssen Asiens und Südamerikas leben. Äußerlich unterscheiden sie sich von ihren im Meer lebenden Verwandten: Flussdelfine haben schlanke, mit vielen Zähnen besetzte Schnauzen, kleine Augen, sehr bewegliche Hälse und Körper, ausgeprägte Stirnmelonen, große Brustflossen und kleine Rückenflossen.

Die IUCN (International Union for the Conservation for Nature) – das Gremium, das die Überlebenschancen von Pflanzen, Tieren und Pilzen bewertet – hat kürzlich auch den Tucuxi-Flussdelfin auf die Rote Liste der gefährdeten Arten gesetzt, was bedeutet, dass nun alle Süßwasserdelfin-Arten der Welt bedroht sind.

WDC setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Flussdelfine in freier Wildbahn den nötigen Schutz erhalten. Außerdem arbeiten wir daran, Refugien für Wale und Delfine zu schaffen, die derzeit noch in Gefangenschaft gehalten werden.

 

 

 

 

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Astrid Fuchs

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.

Hinterlassen Sie einen Kommentar