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Süßwasserdelfine vom Aussterben bedroht

Tucuxi

Ein im Amazonas lebender Süßwasserdelfin, der Amazonas-Sotalia, wurde auf der neuesten Roten Liste der IUCN ("International Union for the Conservation for Nature") – der Organisation, die die Überlebenschancen von Pflanzen, Tieren und Pilzen bewertet – als gefährdet eingestuft. Diese neue Einstufung der Amazonas-Sotalia bedeutet, dass nun alle Süßwasserdelfine der Welt vom Aussterben bedroht sind.

Die IUCN hat fast 130.000 Pflanzen- und Tierarten bewertet, von denen mehr als ein Viertel vom Aussterben bedroht sind. Der Amazonas-Sotalia kommt in Südamerika vor, zusammen mit dem Amazonas-Flussdelfin und dem Bolivianischen Amazonasdelfin. Der Gangesdelfin, der Irawadi-Delfin und der Glattschweinswal kommen in Asien vor.

Die Amazonas-Sotalia sind durch Umweltverschmutzung (giftige Chemikalien zusammen mit Plastik, Müll und Ölverschmutzungen, die ihre Gesundheit und ihre Fähigkeit Junge zu bekommen, ernsthaft beeinträchtigen), Fischereigeräte (sie verfangen sich versehentlich in Fischernetzen und -leinen, wodurch sie verletzt oder sogar getötet werden) und durch die Jagd bedroht. Die Amazonas-Sotalia werden wegen ihrer Körperteile gejagt, aber auch weil Fischer*innen sie als Konkurrenz sehen.

Flussdelfine gehören zu den am stärksten gefährdeten Delfinen der Welt, weil sie in Flusssystemen leben, wo der Platz viel begrenzter ist als in den Ozeanen. Außerdem leben sie in Nähe zu Millionen von Menschen, die um die gleichen natürlichen Ressourcen konkurrieren. Die Aussichten für Flussdelfine werden sich wahrscheinlich auch weiterhin verschlechtern, da sowohl ihre Bedrohungen als auch die Zerstörung ihrer Lebensräume weiter zunehmen. Auch wenn es eine große Herausforderung darstellt, ist es für den Erhalt aller Süßwasserdelfinarten unerlässlich, ihre überlebenswichtigsten Lebensräume zu schützen.

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Über Fabian Ritter

Leiter Meeresschutz - Fabian Ritter ist Biologe und leitet bei WDC den Bereich Meeresschutz.

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