Zum Inhalt springen
Alle Blogbeiträge
  • Alle Blogbeiträge
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang

Mit Liebe zum Detail: Patenschafts-Pakete für unsere Unterstützer:innen

Dieser Blog wurde von Petra Mareis, Leiterin Kommunikation Spenden und Patenschaften, verfasst.   Seit 12...

Die „Schule des Wal-Essens“: Japans Strategie, den Appetit auf Walfleisch zu steigern

Trotz der Rückkehr zum kommerziellen Walfang hat sich in Japan an der geringen Nachfrage von...
© CSIP-ZSL

Wie helfen uns tote Wale?

Wale, die nach ihrem Tod an Land gespült werden, sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für viele...
© Christopher Swann

Um die Erde zu schützen, müssen wir über Wal-Kot und -Kadaver sprechen

Wir wissen, dass der Schutz der Wale unerlässlich ist, wenn wir die Erde retten wollen....

Internationaler Tag der Flüsse: WDC räumt Flussufer in ganz Deutschland auf

Clean-Up Koeln Rheinufer (C) Bianca Koenig
Der heutige Tag der Flüsse soll uns Menschen auf der ganzen Welt an den Wert gesunder Gewässer erinnern. Flüsse tragen zur biologischen Vielfalt vieler Tier- und Pflanzenarten bei und haben deshalb ein ganz besonderes Schutzbedürfnis. Intakte Fluss-Ökosysteme sind aber auch für den Meeresschutz wichtig, denn jeder Fluss mündet über lang oder kurz im Meer. Je sauberer also unsere Flüsse sind, desto reiner ist auch das Wasser, das unsere Meere speist.

 

Schon kleine Verunreinigungen, wie etwa Medikamentenrückstände, die über Klärwerkeinleiter in die Gewässer fließen oder Pestizide, die über Aerosole von nahegelegenen Agrarflächen ins Flussbett gelangen, beeinträchtigen das Gleichgewicht der aquatischen Ökosysteme. Wussten Sie zum Beispiel, dass Flüsse eine sogenannte „Selbstreinigungskraft“ besitzen? Kleinste Bakterien sind in der Lage, Schadstoffe im Wasser, z.B. aus Abwassereinleitern, zu zersetzen. Vor allem der Sauerstoffgehalt und die Wassertemperatur müssen stimmen, damit die Bakterien optimal arbeiten und der Fluss sein volles Potenzial zur Selbstreinigung entfalten kann. Diese Faktoren werden unter anderem durch eine ausgewogene Pflanzen- und Tierwelt und durch natürliche Flussläufe (keine Verbauungen oder Begradigungen) beeinflusst.

 

Und hier kommt unser eigenes Tun ins Spiel.

Je weniger Belastungen ein Gewässer ausgesetzt ist, desto höher stehen die Chancen, dass es sich erholen kann. Leider landen neben schwer oder nur per Gesetz regulierbaren Schadstoffen auch alltägliche Störstoffe in den Flüssen, die sich eigentlich sehr einfach vermeiden lassen. Die Rede ist von Plastikmüll.

So schön es auch ist, einen Fluss mitten in der Stadt zu haben: Leider landet gerade über diese Flussabschnitte sehr viel Müll im Wasser und gefährdet dort – und spätestens im Meer – die Umwelt.

 

Flüsse gehören zu den größten Eintragswegen unserer Abfälle ins Meer. (C) Nele Prinz, Steffen Kraft

Flüsse gehören zu den größten Eintragswegen unserer Abfälle ins Meer. (C) Nele Prinz, Steffen Kraft

 

Gemeinsam mit BRITA nimmt sich WDC dieses Jahr verstärkt der Sache an und organisiert deutschlandweit zehn Clean-Up Aktionen an Flussufern. Immer wieder hört man, dass solche Müllsammelaktionen als ein Tropfen auf den heißen Stein wahrgenommen werden. Für uns ist es jedoch viel mehr als das: Unsere Hoffnung besteht darin, die Menschen immer wieder mit den unachtsam entsorgten Materialien zu konfrontieren und dadurch ein Umdenken zu bewirken. Regelmäßige Müllsammelaktionen sind nötig, aber besser wäre es, wenn der Müll erst gar nicht entsteht.

Eines der besten und gleichzeitig dramatischsten Beispiele sind die Zigarettenkippen. Besonders an schön gepflasterten Uferpromenaden lagern sie sich über Jahre hinweg zwischen den Steinritzen an und verschwinden aus dem Sichtfeld. Sie verschwinden aus unserem Sichtfeld, aber nicht aus der Umwelt. Eigentlich ein ganz logischer Schluss: Was nicht in unserer Lunge landen soll, landet im Filter der Zigarette. Landet die Zigarette achtlos auf dem Boden, sickern die Stoffe mit dem Regenwasser ins Grundwasser, das auch die Flüsse speist. Eine einzige Zigarettenkippe benötigt rund zehn Jahre, um sich vollständig zu zersetzen. Während dieser Zeit gibt sie so viele Giftstoffe in die Umgebung ab, dass 40 Liter Grundwasser verseucht werden.

Bei unserem Clean-Up vergangene Woche, am World Cleanup Day, waren wir auf Sylt aktiv. Diese Aktion unterscheidet sich etwas von den anderen Terminen, da wir nicht an einem Fluss sondern direkt am Nordseestrand nach Müll Ausschau gehalten haben. Schnell wurde aber klar, dass vor allem dort viel kleinteiliger Unrat anfällt: Zigaretten, Kronkorken, kleine Trinkflaschen. Einmal von der Flut ergriffen, lassen sich die Abfälle kaum mehr aus der Umwelt entfernen.

 

Ergebnis nach einer halben Stunde Sammeln, bei einem WDC Clean-Up auf Sylt. (C) heylilahey

Ergebnis nach einer halben Stunde Sammeln, bei einem WDC Clean-Up auf Sylt. (C) heylilahey

 

Aktiv werden

Wenn Sie bei einem unserer nächsten WDC Clean-Ups dabei sein wollen, informieren Sie sich unter whales.org/cleanup wo und wann die nächste Aktion ansteht. Alternativ können Sie auch unseren kostenlosen Clean-Up Guide herunterladen und eine Müllsammelaktion in der eigenen Stadt auf die Beine stellen. Das WDC-Team steht gerne für Fragen zur Verfügung.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

Hinterlassen Sie einen Kommentar