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Mysterium: Greifen Orcas im Atlantik Boote an?

Orcas mit Fischerbooten vor der Küste Spaniens, bei Tarifa. (C) Rob Lott
Orcas mit Fischerbooten vor der Küste Spaniens, bei Tarifa. (C) Rob Lott
Wissenschaftler*innen versuchen herauszufinden, was hinter den Berichten über Angriffe von Orcas auf vorbeifahrende Boote vor den Küsten Spaniens und Portugals steckt.

Mehrere Boote wurden in den letzten Wochen ins Visier der Tiere genommen, als sie die Region durchquerten. Die Orcas schienen dabei absichtlich den Rumpf der Boote zu rammen. In einem Fall hat eine Gruppe von Walen wiederholt über eine Stunde lang ein Boot gerammt. Einige der Boote wurden stark an Ruder und Steuerung beschädigt und mussten repariert werden. Orcas kommen zwar in der ganzen Region vor, bei der verhaltensauffälligen Gruppe handelt es sich jedoch wahrscheinlich um eine bestimmte Schule (Pod) von Orcas. Was die Wale zu den Booten lockt, ist unklar.

Zu dieser Jahreszeit ernähren sich die Orcas in der Region von Blauflossen-Thunfisch (“Roter Thun”), der Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreichen kann. Die Jagd auf den Roten Thun ist für die Wale daher mit großem Aufwand verbunden. Am Thunfisch sind auch die lokalen Fischer*innen interessiert: In den letzten Jahrzehnten haben die Orcas gelernt, dass es einfacher ist, den Thunfisch von den Langleinen der Fischerboote zu "pflücken", wenn diese eingeholt werden. Eine mögliche Ursache der ungewöhnlichen Begegnungen könnte also daher rühren.

Die Interaktion mit den Booten ist höchst bedenklich, erklärt Rob Lott, Policy Manager bei WDC und Orca-Experte: "Dieses Verhalten ist sehr rätselhaft. Seit vielen Jahren halten sich die Orcas nahe bei den Thunfischfangflotten in der Straße von Gibraltar auf. Es wurde schon mehrfach beobachtet, wie sie Fische von den Langleinen entfernen. Wir können über dieses alarmierende Verhalten der Orcas nur spekulieren. Möglicherweise hat das Rammen der Boote mit Stress zu tun, da diese kleine, akut vom Aussterben bedrohte Population schon lange an der Überfischung ihrer bevorzugten Beute, dem Roten Thun aus dem Atlantik, leidet".

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Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.

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