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Von der Praktikantin zur offiziellen Walretterin

Patenschafts-Päckchen schnüren, Beiträge verfassen und plötzlich in Lissabon auf der Ozeankonferenz stehen. Alles ist möglich...

Bestände vs. Population − warum wir bei WDC einen Unterschied machen

© Nicola Hodgins Biolog:innen, Politiker:innen, Umweltmanager:innen und Umweltschützer:innen sprechen oft von "Beständen", wenn sie sich...
Treibjagd auf den Färöern (C) WDC

Delfinjagd auf den Färöern − Enttäuschung ist eine Untertreibung

Nicht nur ich habe gehofft, dass die "Überprüfung der Delfinjagd" vor den Färöer Inseln wesentliche...
Die norwegische Regierung unterstützt den Zwergwalfang und genehmigte auch die Experimente. © Vanessa Mignon

Es kam, wie es kommen musste: Zeit die Hörtests an Zwergwalen zu beenden!

Die zweite Forschungssaison eines bisher erfolglosen Experiments an Zwergwalen, deren Reaktion auf Lärm getestet werden...

Clean-Up mit besonderem Flair

Clean-Up Berlin Sammler
Gegensätzlicher könnte ein Ort nicht sein: Als wir am vergangenen Sonntag mit unserem vierten Clean-Up am Rummelsburger See in Berlin waren, trafen verschiedene Welten aufeinander. Im Hintergrund ein Wohnviertel mit schönen, bis auf's kleinste Detail herausgeputzten Eigentumswohnungen, im Vordergrund der Rummelsburger See – Zuhause der sogenannten "Neu-Lummerland" Kommune mit ihren Hausbooten. Und irgendwo dazwischen die Ausläufer der Partymeile der Warschauer Straße in Friedrichshain.

 

Blick auf den Rummelsburger See. (C) WDC

Blick auf den Rummelsburger See. (C) WDC

 

Die Vorbereitungen für unser Clean-Up in Berlin verliefen teilweise sehr lustig – zum Beispiel als mich zwei Tage vor unserer Aktion ein netter Berliner anrief mit den Worten "Ick hab jehört, im Rummelsburger See kann man jetzt Wale und Delfine beobachten – menen se dett als Witz?". Da musste sogar ich kurz lachen und über die "Berliner Schnauze" schmunzeln … Ganz so war unser Aufruf natürlich nicht gemeint, als wir die Berliner*innen über verschiedene Wege zu unserem Clean-Up einluden. Obwohl man natürlich zugeben muss, dass die Überschrift der Pressemeldung des Bezirksamtes Lichtenberg (die uns wirklich toll unterstützt haben!) etwas Verwirrung gestiftet haben könnte: Denn dort steht "Aktion zum Schutz der Wale und Delfine in der Bucht".

Diese Art der Unterhaltung konnten wir natürlich nicht bieten, allerdings war auch das Berliner Clean-Up wieder ein voller Erfolg und hat uns allen viel Spaß gemacht! Insgesamt 35 Teilnehmer*innen haben zusammen 33 volle Müllsäcke sowie alte Matratzen, Autositze und Stühle zusammengetragen. Gemeinsam konnten wir so verhindern, dass der Müll in den See und damit über die angebundene Spree ins Meer gelangt.

 

Clean-Up Berlin Team (C) WDC

 

Zu Beginn der Veranstaltung hielten sich noch einige Herren der Neu-Lummerland Kommune am Boots-Anleger auf und eine Gruppe Jugendlicher hatte sich auf einer Picknickdecke mit Bier am Morgen und lauter Musik versammelt. Das Interesse an unserer Aktion und den Walen und Delfinen war groß, die Bereitschaft mitzumachen jedoch leider nicht. Immerhin konnten wir sie darum bitten, ihre Zigaretten nicht achtlos ins Gras oder gar den See zu werfen. Ob die Gespräche nachhaltig wirkten … vermutlich leider eher nicht. Aber wie sagt man so schön: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Ich freute mich jedenfalls sehr über unsere hochmotivierte und auch privat sehr engagierte Gruppe (zum großen Teil unterstützt durch Ehrenamtliche der lokalen Initiative "wirBerlin"), über gute Gespräche und viel Tatendrang. Einige trotzten sogar dem Regen und schleppten noch eine halbe Stunde nach dem offiziellen Ende schwere Säcke heran…

 

Das Beste kommt zum Schluss. (C) BRITA

 

Wenn Sie sich gemeinsam mit uns gegen die Plastik- und Müllflut einsetzen und mehr Verantwortung im Alltag übernehmen möchten, dürfen Sie folgende Tipps gerne in die weite Welt hinaus tragen:

  • Nutzen Sie bereitgestellte Mülleimer und Aschenbecher gewissenhaft, sie wurden aus gutem Grund platziert.
  • Und wenn mal nichts bereit steht: Nehmen Sie beim nächsten Picknick oder Grillen mit Freund*innen eine alte Einkaufstüte mit, die auf der Wiese vor Ort als Müllbeutel genutzt werden kann. Die gefüllte Tüte einfach im nächsten Mülleimer der Stadt entsorgen.
  • Kleine (Metall-) Boxen können als mobiler Aschenbecher genutzt werden. Zuhause lassen sich die gesammelten Zigarettenstummel dann fachgerecht im Restmüll entsorgen.
  • Lassen Sie leere Bier- und andere Pfandflaschen nicht an Ort und Stelle liegen, sondern stellen Sie sie am nächsten städtischen Mülleimer ab. So entsteht ein Doppelnutzen: Pfandsammler*innen machen den Fund zu Geld und führen das Glas in den Wertstoffkreislauf zurück. Außerdem können sich Mitmenschen und Tiere nicht an den Glasscherben verletzen, wenn die Flaschen zu Bruch gehen.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Nicht überall, wo schon Müll liegt, darf mehr Müll abgeladen werden. In jeder Stadt gibt es gut erreichbare Wertstoffhöfe, die insbesondere E-Schrott, Bauschutt und größere Müllteile annehmen und recyceln können.

 

Rund 80% des Mülls im Meer stammt von Land und wird über die Flüsse in die Ozeane getragen. Je mehr Müll wir also von den Flussufern wegsammeln, desto weniger stellt er eine Gefahr für Wale, Delfine und andere Tiere dar. Seien Sie bei unseren nächsten Clean-Ups dabei und helfen Sie uns, die Meere sauber zu halten!

Aktiv werden

 

Wenn Sie bei einem unserer nächsten WDC Clean-Ups dabei sein wollen, informieren Sie sich unter whales.org/cleanup wo und wann die nächste Aktion ansteht. Alternativ können Sie auch unseren kostenlosen Clean-Up Guide herunterladen und eine Müllsammelaktion in der eigenen Stadt auf die Beine stellen. Das WDC-Team steht gerne für Fragen zur Verfügung.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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