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Wo einmal Müll liegt, folgt immer mehr

Clean-Up Team Frankfurt (C) WDC
Clean-Up Team Frankfurt (C) WDC
Frankfurt am Main im abgelegenen Industriegebiet an der Gutleutstraße. Als ich mich dem Sammelort unseres dritten Clean-Ups nähere, erschlägt mich der Anblick des herumliegenden Mülls fast. Auch wenn es dort in wenigen Wochen wahrscheinlich wieder ähnlich aussehen wird, bin ich froh, dass wir zumindest 27 volle Müllsäcke und allerlei E-Schrott einsammeln und vom Main fernhalten konnten.

 

 

Bei unserer Müllsammelaktion in Frankfurt am Main nahmen wir uns bewusst eine Stelle vor, die sich ziemlich abgelegen – fernab von Touristen und dem schönen Museumsufer – im Industriegebiet an der Gutleutstraße befindet. Schon bei der Besichtigung der Stelle im Februar wurde das Ausmaß der Vermüllung deutlich: Überall in den Brombeerhecken und auch direkt am Ufer des Mains lagen Plastiktüten, -flaschen und -verpackungen herum. Da dieser Uferabschnitt weder Mülleimer vorweist, noch regelmäßig von der Stadt gereinigt wird, lagert sich hier allerlei Müll ab und kommt dem Main gefährlich nahe.

 

In der Uferböschung sammelten sich vor allem Plastiktüten an. (C) WDC

Die meisten Abfälle, die wir gefunden haben, schienen dort schon lange Zeit zu liegen.

Teilweise waren sie in die Hecken eingewachsen oder sogar zur Hälfte im Boden eingegraben. Wir fanden aber auch einige Müllteile, die den Anschein machten, erst vor kurzem abgeladen worden zu sein. Die Vermutung, dass dieser abgelegene Ort des öfteren als Mülldeponie missbraucht wird, wurde durch eine entsprechende Beschilderung und Bauzäune zur Abgrenzung der Böschung bestärkt.

 

Eine beliebte Stelle für die "Müllentsorgung". (C) WDC

 

Umso mehr freute ich mich über die Truppe engagierter Frankfurter*innen, die sich diesem umständlich erreichbaren aber dringend notwendigen Clean-Up angeschlossen haben! 20 Helfer*innen beförderten in 3 Stunden die skurrilsten Abfälle zu Tage:

  • Zerschlagene Keramikteile, vermutlich Waschbecken oder Toiletten
  • Herausgerissene Straßenschilder
  • Leere Farbeimer
  • Ganze Kisten mit alten, durchweichten Flyern
  • Bauschutt
  • Einen kleinen Kühlschrank
  • Benutzte Kondome und Damenbinden
  • Haken an abgerissenen Seilen und Polsterschlangen, vermutlich von Booten
  • Schläuche und Eisenstangen
  • Unzählige Kronkorken, (Pfand-)Flaschen und vor allem Zigarettenstummel

Trotz kleiner privater Mülleimer und aufgestellten Aschenbechern an der ansässigen Orange Beach Bar, wird die Möglichkeit zur verantwortungsvollen Müllentsorgung von den Besuchern dieses Uferabschnitts leider nicht genutzt.

 

Rettung in letzter Sekunde: Plastikflaschen werden von Fluss- und Meerestieren oft mit Nahrung verwechselt. (C) WDC

 

Dabei ist es ganz einfach, die Plastik- und Müllflut zu verhindern und mehr Verantwortung im Alltag zu übernehmen. Mit ein paar Tipps kann jede*r einzelne von uns für WENIGER PLASTIK IM MEER sorgen:

  • Nutzen Sie bereitgestellte Mülleimer und Aschenbecher gewissenhaft, sie wurden vermutlich aus gutem Grund platziert. Und wenn mal nichts bereitsteht: Kleine (Metall-) Boxen können als mobiler Aschenbecher genutzt werden. Zuhause lassen sich die gesammelten Zigarettenstummel dann fachgerecht im Restmüll entsorgen.
  • Nehmen Sie beim nächsten Picknick oder Grillen mit Freunden eine alte Einkaufstüte mit, die auf der Wiese vor Ort als Müllbeutel genutzt werden kann. Die gefüllte Tüte einfach im nächsten Mülleimer der Stadt entsorgen.
  • Lassen Sie leere Bier- und andere Pfandflaschen nicht an Ort und Stelle liegen, sondern stellen Sie sie am nächsten städtischen Mülleimer ab. So entsteht ein Doppelnutzen: Pfandsammler*innen machen den Fund zu Geld und führen das Glas in den Wertstoffkreislauf zurück. Außerdem können sich Mitmenschen und Tiere nicht an den Glasscherben verletzen, wenn die Flaschen zu Bruch gehen.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Nicht überall wo schon Müll liegt, darf mehr Müll abgeladen werden. In jeder Stadt gibt es gut erreichbare Wertstoffhöfe, die insbesondere E-Schrott, Bauschutt und größere Müllteile annehmen und recyceln können.

Rund 80% des Mülls im Meer stammt von Land und wird über die Flüsse in die Ozeane getragen. Je mehr Müll wir also von den Flussufern wegsammeln, desto weniger stellt er eine Gefahr für Wale, Delfine und andere Tiere dar. Seien Sie bei unseren nächsten Clean-Ups dabei und helfen Sie uns, die Meere sauber zu halten!

Aktiv werden

Wenn Sie bei einem unserer nächsten WDC Clean-Ups dabei sein wollen, informieren Sie sich unter whales.org/cleanup wo und wann die nächste Aktion ansteht. Alternativ können Sie auch unseren kostenlosen Clean-Up Guide herunterladen und eine Müllsammelaktion in der eigenen Stadt auf die Beine stellen. Das WDC-Team steht gerne für Fragen zur Verfügung.

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Wenn Sie bei einem unserer nächsten WDC Clean-Ups dabei sein wollen, informieren Sie sich unter whales.org/cleanup wo und wann die nächste Aktion ansteht. Alternativ können Sie auch unseren kostenlosen Clean-Up Guide herunterladen und eine Müllsammelaktion in der eigenen Stadt auf die Beine stellen. Das WDC-Team steht gerne für Fragen zur Verfügung.

 

Bianca König

Über Bianca König

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Bianca König unterstützt bei WDC den Bereich Kommunikation und organisiert bundesweite Clean-Ups. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Patenorcas von WDC beheimatet sind.

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