Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang
Ein harpunierter Finnwal wird abgeschleppt. (C) WDC

Isländische Walfänger:innen töten erste Finnwale in vier Jahren

Ein geschlachteter Finnwal wird an Land zerlegt. (C) WDC Vor Island wurden heute erstmals seit...
Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

Walfang schadet Islands Image

Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC 2023 läuft die derzeitige...
Orcas im Freizeitpark SeaWorld (C) Bernard Auton

Orca-Baby wird in China der Öffentlichkeit präsentiert

Orcas im Freizeitpark SeaWorld (C) Bernard Auton Trainer:innen beginnen bereits, den jungen Orca für die...
© Mark Voltier

Japan beginnt diesjährige Saison für kommerziellen Walfang

150 Brydewale und 25 Seiwale stehen auf der Abschussliste der diesjährigen Walfangsaison, in den weiter...

Gute Nachrichten aus Island: Auch dieses Jahr kein Finnwalfang

Wal wird in Island zerlegt

Island gehört zusammen mit Japan und Norwegen zu den wenigen Ländern, die kommerziell Wale fangen. Nachrichten aus Island deuten darauf hin, dass das Unternehmen hinter Islands Finnwaljagden, Hvalur hf, diesen Sommer keine gefährdeten Finnwale jagen wird. Außerdem stellt eine der letzten beiden Firmen, die in Island Walfang betreiben (IG Utgerd), nun endgültig den Betrieb ein.

IP Utgerd ist spezialisiert auf die Zwergwal-Jagd. Der Geschäftsführer des Unternehmens begründet die Einstellung des Walfangs damit, dass es finanziell nicht mehr tragbar sei, in isländischen Gewässern nach Walen zu jagen. Die Jagd sei zu kostenintensiv geworden, nachdem weitere Küstengebiete vom Fischfang ausgenommen wurden und die Walfänger*innen somit noch weiter hinausfahren müssten.

Isländischen Presseberichten gibt Kristján Loftsson, der Eigentümer der zweiten isländischen Walfangfirma Hvalur hf, als Grund für das Aussetzen des Finnwalfangs die derzeit schwierigen Marktbedingungen in Japan an. Dies ist das zweite Jahr in Folge, in dem das Unternehmen keine Finnwaljagden durchführt.

Bei den letzten Jagden vor der Küste Islands vor zwei Jahren wurden über 146 Finnwale getötet, darunter mindestens zwei seltene Blauwal-Finnwal-Hybriden und ein Dutzend schwangere Wale.

Loftsson nennt auch die Schwierigkeit, Walfleisch während der aktuellen COVID-19-Pandemie zu verarbeiten, als einen weiteren Grund, dieses Jahr nicht zu jagen. In Norwegen hingegen haben Walfangschiffe bereits die Segel gesetzt, um die Jagd auf Zwergwale zu beginnen.

Es ist unklar, welche Gründe wirklich zum erneuten Aussetzen der Finnwaljagd in Island geführt haben. Der Walfang ist und bleibt weitgehend unrentabel. Die Jagden sind grausam und in Island zunehmend unbeliebt.

Tharaka Sriram, Kampaignerin gegen Walfang bei WDC dazu: „Schritt für Schritt lässt die Walfangindustrie ihre Masken fallen. WDC weist schon seit Jahren darauf hin, dass das Überleben des kommerziellen Walfangs nur durch staatliche Subventionen, also durch Steuergelder möglich ist. Die isländische Waljagd wird bestimmt durch die Nachfrage in Japan. Auch wenn es nun aus einem traurigen Anlass wie der Corona-Krise geschieht, geht es für den Schutz der Wale in die richtige Richtung. Es bleibt zu hoffen, dass Island den Walfang komplett einstellen wird.“

WDC engagiert sich seit langem gegen den kommerziellen Walfang von Finn- und Zwergwalen in Island und den Transit von Finnwalfleisch nach Japan.

Über Tharaka Sriram

Tharaka Sriram setzte sich bei WDC bis Oktober 2020 als Kampaignerin für den weltweiten Stopp des Wal- und Delfinfangs ein und informierte Menschen über die essentielle Rolle der Wale als Klimaschützer.

Hinterlassen Sie einen Kommentar