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Tempolimit für Schiffe: Vorteile für Wale, Klima und Natur

Fähre
(C) Fabian Ritter/MEER e.V.

Diese Woche tagt die International Maritime Organisation (IMO) in London. Thema ist auch der Beitrag der Schifffahrtsindustrie zum Klimawandel. Ein neuer Bericht zeigt, dass ein Tempolimit für Schiffe zahlreiche positive Wirkungen hätte: sowohl auf die menschliche Gesundheit, als auch auf die Natur und das Klima. WDC fordert bereits seit Jahren, Schiffe auszubremsen.

WDC ist Mitglied bei Seas at Risk (SAR), einem Verbund von Umweltorganisationen. Laut SAR würde bereits eine moderate Geschwindigkeitsreduzierung von 20 % den Unterwasserlärm von Schiffen um 66 % und das Risiko tödlicher Kollisionen mit Walen gar um 78 % verringern. Bisher wurden die Auswirkungen von Tempolimits auf die Natur von der Schifffahrtsindustrie kaum beachtet.

Schiffe würden durch langsameres Fahren deutlich weniger Treibstoff verbrennen. Dies würde nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen, sondern auch von Rußpartikeln sowie Schwefel- und Stickoxiden massiv reduzieren. Das hätte für die menschliche Gesundheit bedeutende Konsequenzen. Außerdem beschleunigen Rußpartikel vor allem in der Arktis die globale Erderwärmung, da sie sich auf die Eismassen legen, die dann schneller abschmelzen.

„Eine Geschwindigkeitsreduzierung ist zwingend notwendig für eine Entwicklung der globalen Schifffahrt hin zu mehr Nachhaltigkeit. Eine so große und dabei so einfache Chance bekommt die IMO nicht wieder“, sagt Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC. „Die Delegierten haben diese Woche Vorschläge zum Tempolimit für Schiffe auf dem Tisch, die einen bedeutenden Beitrag zur Lösung aller großen Probleme für die marine Umwelt darstellen: Luftverschmutzung, Klimawandel, Unterwasserlärm und tödliche Kollisionen mit Walen. Hinzu kommt der positive Effekt für die Gesundheit der Menschen“. Die Emissionen durch Schiffe, von denen eine große Zahl immer noch mit giftigem Schweröl angetrieben wird, stellt insbesondere in Städten und Küstengegenden eine erhebliche Belastung für die Atemluft dar.

„Eine einzige Maßnahme hätte gleichzeitig viele positive Effekte“, so Ritter weiter. „Noch dazu würde ein geringerer Brennstoff-Verbrauch den Unternehmen finanzielle Einsparungen bringen. Diese Gelegenheit ist einfach zu groß, als dass man sie verpassen dürfte. Wir hoffen sehr, dass die Delegierten den Gedanken an ökologische Nachhaltigkeit Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen geben. In Zeiten der Klimakrise wäre das ein wichtiges und notwendiges Signal aus der Schifffahrtsindustrie“.

Den neuen SAR-Bericht finden Sie hier.

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