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Interview mit Sky: 26 Tonnen Plastik weniger im Jahr 2019!

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WDC im Interview mit Dr. Alexandra Coffey, Director Corporate Responsibility, Sky Deutschland

Franziska Gruber, WDC: Frau Dr. Coffey, ganz herzlichen Dank, dass Sie sich dafür eingesetzt haben, dass Sky das WDC-Erklärvideo zu Plastik kostenlos ausgestrahlt hat. Darüber hinaus hat Sky eigene Clips zum Thema Plastik produziert und gesendet. Wie war die Resonanz im Haus und unter den Zuschauer*innen?

Feedback bekommen wir meistens in persönlichen Gesprächen, beispielsweise auf Veranstaltungen. Die Haltung zu unseren Spots ist durchweg positiv. Noch positiver fallen die Reaktionen aus, wenn wir berichten, was wir über die Erklärvideos hinaus zum Thema Plastikvermeidung bereits alles umgesetzt haben. Kolleg*innen aus der Medienbranche sind zudem oft sehr interessiert daran, wie Produktionsfirmen auf die „Grüne Produktion“ reagieren, also wenn TV-Serien und Inhalte unter Umweltkriterien hergestellt werden. Wir setzen diese Art des Produzierens zunehmend mit unseren Partnern um. Da geht es – neben der Vermeidung von Einwegplastik – auch um die Reduktion von Papierverbrauch und den CO2-Ausstoß. Uns liegt es am Herzen, möglichst viele Menschen und Geschäftspartner*innen auf unsere „Reise“ mitzunehmen. Denn um die Infrastruktur der Branche zu verändern, braucht es die Masse.

Franziska Gruber, WDC: Sie haben bei unserer Challenge JA(HR) ZU WENIGER PLASTIK mitgemacht und die Checkliste für Unternehmen ausgefüllt. Bei einigen Punkten haben Sie angegeben „Wir nehmen die Herausforderung an“. Was ist daraus geworden?

Im Versand haben wir mit Abstand die größte Plastikeinsparung erzielt – 26 Tonnen in 2019. Wir verzichten nicht nur auf Füllmaterial, sondern sparen auch bei den Geräten, die wir verschicken, Einwegplastik ein. Üblicherweise liegen Elektrogeräte in Kunststoffschalen oder werden von Styropor gehalten, damit sie nicht wackeln und einzelne Oberflächen sind gegen das Verkratzen in Folie eingeschlagen. Das haben wir bei allen Produkten in unserem Sortiment komplett abgeschafft. Magazine und Prospekte, die den Geräten beiliegen, sind nicht in Plastikfolie verpackt. Das heißt, seit Februar dieses Jahres verschicken wir keinerlei Einwegkunststoff mehr!
Zudem wechselten wir dieses Jahr unseren Caterer und schrieben in die Ausschreibung, dass Einwegkunststoff vermieden werden muss. So haben wir es geschafft, Lebensmittelverpackungen zu reduzieren.

Wir verwenden jetzt sogar Kuverts ohne Kunststoffsichtfenster, in denen wir zum Beispiel unsere Smartcards verschicken. Damit sparen wir jährlich rund 500 Kilogramm Plastik.

Alle Geschenke und Promotion-Gegenstände müssen frei von Einwegplastik sein. Wir haben unsere Lieferanten gebeten, die Gegenstände anders zu verpacken oder wir kaufen bestimmte Artikel nicht mehr. Dadurch haben wir in diesem Jahr nochmal 161 Kilogramm Einwegplastik eingespart.

Franziska Gruber, WDC: Welche Erfolge hatten Sie darüber hinaus im Rahmen von Sky Ocean Rescue in den letzten zwölf Monaten beim Einsparen von Plastik?

Der größte Erfolg ist der Übertragungseffekt. Wir haben angefangen, uns mit Einwegplastik zu beschäftigen und sind dann sehr bald auf weitere Themen im Umwelt- und Naturschutz gekommen. Mitarbeiter*innen haben angefangen, sich dafür zu interessieren, wie viel CO2 sie ausstoßen und ob es weitere Möglichkeiten gibt, Müll zu vermeiden. Manche hinterfragen ihre gesamte Arbeitsweise.
Ein gutes Beispiel ist die Sport-Außenproduktion, also die Kolleg*innen, die zum Beispiel Fußball für unsere Kund*innen aufbereiten: sie hatten nur die Aufgabe, Einwegplastik in ihrem Catering zu vermeiden. Dann haben sie sich darüber ausgetauscht, wo sie sonst noch Plastik vermeiden könnten und stellten in der Maske auf Naturkosmetik um. Weiter ging es mit Papier, das jetzt immer doppelseitig bedruckt wird. Es folgte die Frage: Wie gehen wir mit Batterien um? Nutzen wir sie, bis sie leer sind? Bei jeder Live-Sendung werden stets volle Batterien in ein Mikrofon gelegt, aber es ist natürlich Ressourcenverschwendung, diese danach wegzuschmeißen. Also haben sie entschieden, die benutzten Batterien hier im Haus weiterzureichen. Das heißt, die Kolleg*innen interessieren sich immer mehr für das Thema Nachhaltigkeit – und das freut uns sehr.

Franziska Gruber, WDC: Wo liegen noch die größten Herausforderungen?

Beim Einwegplastik haben wir noch einige Baustellen, die mit unseren Lieferant*innen zu tun haben. Die sogenannte Schrumpffolie, mit der zum Beispiel Lieferungen auf Paletten umwickelt werden, ist immer noch ein Problem. Diese Folie sorgt dafür, dass die Ware nicht verrutscht und sie hält die Feuchtigkeit auf Containerschiffen auf dem Weg von Asien nach Europa ab. Da experimentieren unsere Kolleg*innen in Großbritannien gerade mit verschiedenen Alternativen, haben aber noch keine spruchreife Lösung.
Unsere kleineren Lieferant*innen, auf die wir teilweise nicht verzichten können, bitten wir immer wieder freundlich, auf Plastikalternativen umzusteigen. Mit der Sky Gruppe, die mit verschiedenen Geräte- und Hardware-Herstellern in Kontakt steht, arbeiten wir auch hier an einer gemeinsamen Lösung.

Außerdem haben wir uns vorgenommen, Menschen zu mehr Meeresschutz zu inspirieren. Den Sprung von der Erkenntnis des Problems hin zur Verhaltensänderung im Alltag muss allerdings jede und jeder selbst schaffen. Vielleicht sind es ja auch viele kleinere Sprünge…

Franziska Gruber, WDC: Was haben Sie sich für die kommenden Jahre vorgenommen?

Wir haben das Ziel, bis 2020 in unserem Betrieb komplett frei von Einwegplastik zu sein.
Anfang 2020 werden wir analysieren, wo die letzten Reste vorhanden sind und wie wir sie einsparen können. Darüber hinaus möchten wir uns noch intensiver dem Thema Klimaschutz widmen, vor allem in unseren Kerngeschäften wie der TV-Produktion. Da wollen wir die Ansätze, die wir schon haben, weiter professionalisieren und vereinheitlichen und den CO2-Verbrauch für den gesamten Produktionsbereich beziffern.

Franziska Gruber, WDC: Was ist Ihnen noch wichtig?

Wir können nicht auf Entscheidungen der Politik warten. Damit zum Beispiel ein Gesetz für besseren Meeresschutz verabschiedet wird, braucht man in der Regel eine kritische Masse an Menschen, die das unterstützt. Man sollte als Konsument*in die Politik auffordern, aktiv zu werden, aber gleichzeitig nicht darauf warten. Der Prozess der Meinungsbildung muss von der Zivilgesellschaft ausgehen, zu der auch Unternehmen gehören.

Sky Ocean Rescue

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Franziska Gruber

Über Franziska Gruber

Projektfinanzierung - Franziska Gruber ist bei WDC Deutschland für die Finanzierung von Kampagnen und Projekten verantwortlich.

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