Neue Serie: Die Arktis!

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Wenn Wale Sich Verirren

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Ich finde es immer wieder spannend, wie toll Wale und Delfine sich unterwasser zurechtfinden! Ganz...

Grausame Treibjagd in Taiji hat begonnen

Taiji (C) Robert Gilhooly
Taiji (C) Robert Gilhooly

In Japan hat die jährliche Treibjagdsaison wieder begonnen. Von September bis April werden Delfine und Kleinwale nahe der Hafenstadt Taiji mit Hilfe von Booten in einer Bucht zusammengetrieben und anschließend getötet oder gefangengenommen. Die Überlebenden werden anschließend an Delfinarien auf der ganzen Welt verkauft.

Die Jagd ist durch und durch grausam: zuerst werden die Meeressäuger mit lauten Booten und unter Erzeugung von Stress aus dem Meer in die Bucht gejagt, wobei Mütter und ihre Babys häufig voneinander getrennt werden. Wenn die Delfine sich dann in der Bucht befinden, die mit Netzen abgetrennt ist, werden sie vor den Augen ihrer Artgenossen grausam getötet.

Im Visier der Fischer*innen befinden sich nicht nur Große Tümmler, sondern auch Weißstreifendelfine. Insgesamt wurden in der Saison 2017/2018 neun verschiedene Arten gefangen. Die Fangquote liegt in dieser Saison bei 1.700 Individuen, eine horrend hohe Zahl.

Erst vor einigen Wochen hat Japan den kommerziellen Walfang wiederaufgenommen. Das internationale Moratorium des kommerziellen Walfangs wird hierbei ignoriert und internationale Abkommen der Internationale Walfang Kommission (IWC) unterlaufen. Die Schiffe verließen im Juli den Hafen und die ersten Wale wurden bereits getötet.

Helfen Sie mit!

WDC setzt sich sowohl gegen Japans Walfang als auch gegen die grausamen Treibjagden ein. Unterstützen Sie uns dabei und schreiben Sie einen Brief an die japanische Botschaft. Lassen Sie die Verantwortlichen wissen, dass Sie sich gegen den Walfang aussprechen:

Botschaft von Japan
Hiroshimastraße 6
10785 Berlin

Tel. (0 30) 210 94-0
Fax (0 30) 210 94-222

E-Mail Deutsch/English:
info@bo.mofa.go.jp

Erfahrungsgemäß werden Briefe eher beachtet als E-Mails. Bitte formulieren Sie ihr Anliegen höflich und sachlich.

Michaela Harfst

Über Michaela Harfst

Leiterin Kommunikation - Bei WDC ist Michaela Harfst für den Kontakt mit Journalist*innen zuständig. Sie betreut außerdem die Website und Social Media Kanäle von WDC.

2 Kommentare

  1. Avatar Veröffentlich von Alexander Gorzitze am 5. September 2019 um 3:25 pm

    Eine Frage hätte ich:
    Besteht in der Theorie die Möglichkeit, dass die Tiere ihr Verhalten langfristig verändern werden, dass sie zukünftig die japanischen Inseln meiden werden?
    Laut meinem letzten Kenntnisstand will Japan angeblich nur in eigenen Gewässern Waljagd betreiben.
    Falls die Tiere ihr Verhalten ändern, könnten sie damit dieser grausamen “Tradition” entgehen.
    Da ich aber nicht weiß, ob es dazu Verhaltensstudien gibt, wollte ich bei dieser Gelegemheit direkt nachfragen.
    Ich hoffe, dass vor allem die jüngere, japanische Generation die Initiative ergreift und sich gegen den Walfang ausspricht.
    Gleiches hoffe ich für Island und Norwegen.

    • Michaela Harfst Veröffentlich von Michaela Harfst am 9. September 2019 um 12:21 pm

      Lieber Herr Gorzitze, unser Meeresbiologe hat dazu folgendes geantwortet:
      Es ist leider so, dass die Kenntnisse über die Delfinpopulationen sehr begrenzt sind. Weder Größe, noch Verbreitung, Saisonalität, ggf. Wanderrouten, etc sind bekannt. Da es bisher keine Hinweise auf Gewöhnung bzw. Verhaltensänderung gibt, ist entweder dieser Lerneffekt nicht da (es würden ja auch nur etwaige Überlebende überhaupt mit veränderter Verbreitung reagieren können!) oder aber es sind immer neue Tiere, die in die Buchten getrieben werden, die keine Möglichkeit hatten, von anderen Tieren zu lernen. Da spricht dafür, dass es sich um Hochsee (Im Gegensatz zu Küstenpopulationen handelt), deren Biologie weitgehend unbekannt ist. Ich beziehe mich hier in erster Linie auf Große Tümmler, aber für die anderen Arten gilt ähnliches (Streifendelfine und Rauzahndelfine zB sind um Japan grundsätzlich auf der Hochsee unterwegs).

      Ich hoffe, dies hilft Ihnen weiter!

      Herzliche Grüße,
      Michaela Harfst

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