Zum Inhalt springen
Alle Blogbeiträge
  • Alle Blogbeiträge
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang

Mit Liebe zum Detail: Patenschafts-Pakete für unsere Unterstützer:innen

Dieser Blog wurde von Petra Mareis, Leiterin Kommunikation Spenden und Patenschaften, verfasst.   Seit 12...

Die „Schule des Wal-Essens“: Japans Strategie, den Appetit auf Walfleisch zu steigern

Trotz der Rückkehr zum kommerziellen Walfang hat sich in Japan an der geringen Nachfrage von...
© CSIP-ZSL

Wie helfen uns tote Wale?

Wale, die nach ihrem Tod an Land gespült werden, sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für viele...
© Christopher Swann

Um die Erde zu schützen, müssen wir über Wal-Kot und -Kadaver sprechen

Wir wissen, dass der Schutz der Wale unerlässlich ist, wenn wir die Erde retten wollen....

Dobbie: Ein Schwimmbecken, kein Zuhause

Delfin Dobbie in Duisburg
Delfin Dobbie in Duisburg (C) Jens Kramer

Graue Wände, lautes Gelächter und toter Fisch. Dobbie, ein Großer Tümmler im Zoo Duisburg, lebt seit seiner Geburt im Delfinarium. Er hat noch nie erfahren, was es heißt, weite Strecken zu schwimmen, Fisch zu fangen und in die Tiefe zu tauchen. Dobbies Haltung ist so weit weg von der Lebenswelt eines freien Delfins wie sie nur sein kann.

Das Eingesperrtsein, umgeben von Betonwänden in einer eintönigen Umgebung und einer künstlich zusammengestellten Gruppe können wir uns nur schwer vorstellen. Für Dobbie ist es Realität. Er hat keine Möglichkeit, jemals nach draußen zu gelangen und so weit zu schwimmen, wie er möchte. Kein Schwimmbecken dieser Welt kann das Zuhause eines Delfins ersetzen. Auch nicht das in Duisburg!

In Freiheit würde Dobbie mit seinen Artgenossen täglich zwischen zehn und 90 km weit schwimmen, in tiefe Gewässer abtauchen und einen Großteil seines Tages damit verbringen, zu jagen und sich mit jungen Delfinen aus der Gruppe zu messen. In Duisburg ist er auf feste Fütterungszeiten, ein Becken mit einer Tiefe von wenigen Metern und die Entscheidungen der Tierpfleger*innen angewiesen.

Vier seiner insgesamt sechs Geschwister leben nicht mehr. Als junger Delfin wird sein Gesundheitszustand immer wieder genau unter die Lupe genommen. In den letzten 40 Jahren erlebten 67% der Nachzuchten in Duisburg ihren dritten Geburtstag nicht - deshalb wird der Gesundheitszustand der jungen Delfine streng überwacht. Leider sterben trotzdem immer weiter Delfinbabys in Gefangenschaft.

Derzeit teilt Dobbie das nur etwa 750 m² große Becken in Duisburg mit sechs weiteren Delfinen, darunter seine Mutter Pepina, Vater Ivo und die beiden Halbschwestern Daisy und Dörte. Doch keiner dieser Delfine hat sich diese Gruppe ausgesucht. Allein der Zoo entscheidet, wer in Duisburg bleiben darf und wer nicht. So sind vier Geschwister und sechs Halbgeschwister bereits gestorben und Dobbie wird sie niemals kennen lernen. Einen Bruder, eine Schwester und zwei Halbgeschwister leben nicht mehr in Duisburg. Aus diesem Grund wird Dobbie mit einigen seiner Verwandten nie wieder zusammen schwimmen. Eine Familie ist eine natürlich gewachsene Gruppe, die Platz zum Toben, zum Jagen und zum Ausweichen gibt. Familie ist ein zentraler Bestandteil im Leben der Großen Tümmler und unersetzlich für ihre sozialen Interaktionen.

Wir sind für ein Deutschland ohne Delfinarien, denn das Schicksal von Dobbie darf sich nicht wiederholen.

Unterstützen Sie uns und zeigen Sie den Zoos, dass Sie gegen Delfinarien sind.

Über David Pfender

David Pfender ist diplomierter Biologe und hat sich auf Meereslebewesen sowie Biodiversität und Ökologie spezialisiert. Er war bei WDC Deutschland bis März 2020 für Kampagnen und Projekte zur Beendigung der Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen zuständig.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Janine Winzerling am 10. Juli 2019 um 6:49 pm

    Stellen Sie sich vor, man würde Ihnen Ihre Freiheit nehmen, Ihren Raum auf ein Minimum reduzieren und Sie hätte keine freie Entscheidung. Tiere sind ehrlicher und liebenswerte als wir Menschen selbst!

Hinterlassen Sie einen Kommentar