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Tag des Ostseeschweinswals: Was Sie für den kleinen Wal tun können

Schweinswal

Schweinswale sind die einzigen in Deutschland heimischen Wale. Doch sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee leiden die Wale unter Lärm, Umweltverschmutzung und enden als Beifang in Netzen. Die Schweinswal-Population in der zentralen Ostsee umfasst nur noch etwa 500 Tiere und ist damit vom Aussterben bedroht.

Man sollte meinen, dass diese einzigartigen Tiere besonders gut geschützt sind! Leider habe ich einen anderen Eindruck von der Politik. Erst kürzlich habe ich darüber berichtet, wie sich das Landwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner aktiv gegen den Schweinswalschutz stellt.

Am 19. Mai ist der Internationale Tag des Ostseeschweinswals. Zu diesem Anlass habe ich verschiedene Tipps für Sie zusammengestellt. Denn es ist mir wichtig, deutlich zu machen, dass wir alle etwas tun können, um Schweinswale zu schützen.

Reduzieren Sie Ihren Fischkonsum!

Netze für den Fischfang sind für Schweinswale die größte Gefahr und es werden an den Stränden der deutschen Ostsee immer wieder tote Schweinswale an Land gespült. Allein im Jahr 2019 waren es über 200! Häufig haben sie sogenannte Netzmarken, ein deutliches Zeichen dafür, dass sie in einem Netz erstickt sind. – ein äußerst qualvoller Tod. Sie alle sind Opfer unseres Hungers nach frischem Fisch. Indem wir genau hinschauen, welchen Fisch wir konsumieren, bzw. unseren Konsum generell reduzieren, können wir unser Interesse daran zeigen, wie und was gefischt wird. Als gewissenhafte Konsument*innen üben wir „Macht“ auf die Fischerei aus, auch wenn dies nicht offensichtlich scheint. Wir können beides sein: Ein Teil des Problems, oder ein Teil der Lösung.

Vermeiden Sie Plastik!

Immer öfter hören wir von Walen oder Delfinen, die sich im Meeresmüll verheddern oder ihn sogar verschlucken. Das passiert auch bei Schweinswalen. Setzen Sie deswegen auf Pfandsysteme und bringen Sie eigene Taschen, Rucksäcke oder Körbe zum Einkaufen mit, um Müll zu vermeiden. Viele Lebensmittel benötigen keine zusätzliche Verpackung: Äpfel oder Gurken sind durch ihre Schale bereits gut geschützt. Erdbeeren bekommt man auf dem Wochenmarkt auch in Papierschalen. Achten Sie darauf, so wenig Einwegverpackungen wie möglich mit nach Hause zu nehmen. Im Rahmen unserer Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ finden Sie weitere wichtige Tipps und eine Liste verpackungsfreier Supermärkte!

Ich höre immer wieder das Argument „Wenn ich einen einzelnen Joghurtbecher vermeide, das bringt doch nichts!“. Ich halte dagegen. Wenn eine Million Menschen in Deutschland dieses Argument nicht gelten lassen, dann haben wir gemeinsam an einem Tag bereits eine riesige Veränderung herbeigeführt!

Informieren Sie Ihre Mitmenschen!

WDC kämpft seit Jahren dafür, dass Schweinswale in deutschen und internationalen Gewässern besser geschützt werden. Mit Ihrer Unterstützung können wir wichtige Maßnahmen zum Schutz der kleinen Wale umsetzen. Wir freuen uns, wenn Sie beispielsweise mit unserem neuen Schweinswal-Pin Aufmerksamkeit wecken. Wenn jemand Sie auf den schönen Emaille-Pin anspricht, nutzen Sie die Gelegenheit und erzählen Sie, wie es um den Schweinswal in der zentralen Ostsee steht oder wie seine Artgenossen vor Sylt trotz Meeresschutzgebiet unter Beifang leiden.

WDC Schweinswal Pin

Schreiben Sie mir!

Ich würde mich darüber freuen, wenn Sie mir z.B. ihre persönlichen Erlebnisse mit Schweinswalen schildern – oder auch ihre persönlichen Bemühungen zum Schutz dieser wunderbaren Tiere. Diskussionen in Expert*innengruppen oder Gremien können oft schwierig oder sogar frustrierend sein. Deshalb gibt es mir ein gutes Gefühl, wenn ich weiß, dass ich Menschen vertrete, denen das Wohlergehen der Schweinswale ebenso am Herzen liegt.

Gemeinsam können wir für die dringend notwendigen Veränderungen sorgen!

Fabian Ritter

Über Fabian Ritter

Leiter Meeresschutzgebietekampagne - Fabian Ritter ist Biologe und leitet bei WDC den Bereich Meeresschutz.

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