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Russischer Militär-Beluga in Norwegen aufgetaucht

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(C) GREMM Ein Fischer hat einen Belugawal im Norden von Norwegen entdeckt. Der Wal trug...

Russischer Militär-Beluga in Norwegen aufgetaucht

Beluga whale
(C) GREMM

Ein Fischer hat einen Belugawal im Norden von Norwegen entdeckt. Der Wal trug einen Gurt um den Körper, auf dem „Eigentum St. Petersburg“ stand. Womöglich wurde der Beluga bei der russischen Marine für Einsätze trainiert. Wie er nach Norwegen gekommen ist, ist bisher unklar.

Der Fischer konnte den Gurt vom Körper des Wals entfernen. Offensichtlich war dieser an die Nähe zum Menschen gewöhnt. Derzeit befasst sich eine Spezialeinheit der norwegischen Polizei mit der Identifizierung des Gurts.

Der Wal befindet sich immer noch in der Nähe der Stadt Hammerfest, wo er zuerst gesichtet wurde. Ein Video zeigt, dass der Beluga antrainierte Verhaltensweisen zeigt, wie beispielsweise das Drehen seines Körpers im Wasser (https://youtu.be/N89dIsa5VAg).

Es ist unklar, ob der Wal noch selbstständig Fische fangen kann und womöglich auf Fütterung angewiesen ist. Der Beluga sucht aktiv die Nähe zu Menschen, lässt sich streicheln und füttern und erledigt Aufgaben, wie beispielsweise Spielzeug aus dem Wasser zu holen. Expert*innen sind jedoch besorgt über diese unnatürlichen Verhaltensweisen. In der Natur suchen Belugawale nicht die Nähe zum Menschen.

Nun stellt sich die Frage, wer für den Belugawal verantwortlich ist, der womöglich aus einer Marinebasis entkommen ist. Russland betreibt einen Marinestützpunkt in der Nähe von Murmansk, am nördlichen Ende der Skandinavischen Halbinsel.

In Russland werden seit dem Jahr 1965 Meeressäuger für Marineeinsätze trainiert. Dank ihrer hervorragenden Echolokation und ihren Tauchfähigkeiten ist ihr Einsatz beim Militär beliebt. Auch in den USA setzt die Marine noch immer Delfine ein.

WDC lehnt den Einsatz von Walen und Delfinen zu Militärzwecken ab. Die intelligenten Meeressäuger werden in Gefangenschaft gehalten und stehen unter mentalem und physischem Stress. Zudem können sie in Militäreinsätzen verletzt oder sogar getötet werden.

Update 08.05.2019: Medienberichten zufolge handelt es sich eventuell um einen Wal, der zu Therapiezwecken ausgebildet wurde (Quelle). Mehr zum Thema Delfintherapie finden Sie hier.

Michaela Harfst

Über Michaela Harfst

Leiterin Kommunikation - Bei WDC ist Michaela Harfst für den Kontakt mit Journalist*innen zuständig. Sie betreut außerdem die Website und Social Media Kanäle von WDC.

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