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Schwangerer Pottwal strandet in Italien mit 20 Kilo Plastik im Magen

Plastikmüll am Strand

An der Küste Sardiniens ist im März ein Pottwal mit 20 kg Plastik im Magen gestrandet. Darunter befanden sich Plastikteller, Wattestäbchen, Fischernetze, Plastiktüten und weiterer Müll. Besonders tragisch: das Pottwal-Weibchen war schwanger.

Die Meldungen über gestrandete Meeressäuger häufen sich. Vor einigen Wochen wurde an einem Strand auf den Philippinen ein junger Wal mit 40 kg Plastik im Magen gefunden. Auch er hatte Plastiktüten und Kunststoff-Säcke verschluckt.

Der italienische Umweltminister Sergio Costa postete nach der erschreckenden Meldung auf Facebook: „Gibt es noch jemand, der sagt, dass das keine wichtigen Probleme sind? Für mich haben sie Vorrang. Müll im Meer betrifft die ganze Welt, nicht nur Italien. Jedes Land hat die Pflicht, politische Maßnahmen zu ergreifen um dieses Problem zu bekämpfen.“ Den Preis für unseren Komfort bezahlen vor allem die Tiere, so Costa weiter.

In der EU werden jedes Jahr 60 Millionen Tonnen Plastik produziert – davon enden etwa 26 Millionen als Plastikmüll. Deutschland ist mit Abstand der größte Kunststoffverarbeiter in Europa. Die Europäische Union hat kürzlich beschlossen, dass es ab 2021 Verbote für diverse Plastikartikel geben soll. Nun müssen die einzelnen Mitgliedsstaaten entsprechende Gesetze erlassen. Verboten werden beispielsweise Einwegteller oder Wattestäbchen, die auch im Magen des Wals in Italien gefunden wurden.

WDC fordert die Bundesregierung dazu auf, zeitnah entsprechende Gesetzesvorschläge vorzulegen und als Vorbild mit deutlich strengeren Plastik-Gesetzen in Europa vorrauszugehen.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Sieglinde Abwa am 24. April 2019 um 10:46 am

    Marokko hat Plastik Sackerl verboten,wir haben genug Papier um das Plastik zu verdrängen.Das Plastik was man nicht verarbeiten kann,einfach verheizen, nicht ins Meer, sollten Höhe Strafen Verhängt werden.Ich bin aufgewachsen ohne Plastik

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