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Walgefängnis in Russland: Wissenschaftliche Unterstützung für die Freilassung

Orcas im Walgefängnis in Russland (C) Free Russian Whales
Orcas im Walgefängnis in Russland (C) Free Russian Whales

Wissenschaftler*innen von Organisationen aus der ganzen Welt, darunter auch WDC, haben einen Brief an Präsident Vladimir Putin unterzeichnet. Darin äußern wir unsere Bedenken zum Walgefängnis in Nakhodka, wo noch immer 87 Belugas und 10 Orcas in Gefangenschaft gehalten werden.

Die Wale wurden letztes Jahr gefangen, um anschließend an chinesische Delfinarien verkauft zu werden. Seither sind sie in kleinen Becken eingesperrt, die international als „russisches Walgefängnis“ bekannt wurden.

Im Frühjahr fror das Wasser in den Becken zu. Jeden Tag musste das Eis aufgebrochen werden, damit die Belugas und Orcas zum Atmen an die Oberfläche kommen können. Wäre die Oberfläche komplett zugefroren, würden sie qualvoll ersticken.

Nirgendwo sonst auf der Welt werden so viele Meeressäuger unter derartigen Bedingungen eingesperrt. Wir haben deshalb gemeinsam mit den anderen Wissenschaftler*innen im Brief an Putin unsere Bedenken geäußert – auch weil mindestens drei Belugas und ein Orca verschwunden sind. Der Gesundheitszustand der verbliebenen Wale wird außerdem immer schlechter.

Belugas im Walgefängnis in Russland

Belugas im Walgefängnis in Russland (C) Free Russian Whales

Im Brief fordern wir die Behörden auf, einem Team aus russischen und internationalen Expert*innen sofort Zugang zu den Walen zu gewähren, um den Gesundheitszustand der Meeressäuger zu beurteilen und die Haltungsbedingungen zu verbessern. Außerdem muss die Auswilderung geplant werden, damit die Belugas und Orcas freigelassen werden können, sobald ihr Gesundheitszustand es zulässt und das Eis in den Gebieten schmilzt, in denen die Tiere gefangen wurden. Zuletzt fordern wir Präsident Putin auf, die entsprechende Gesetzeslage zu schaffen, damit zukünftig keine Orcas oder Belugas mehr gefangen werden dürfen.

„Wir haben große Bedenken über den Gesundheitszustand der Wale“, sagt Rob Lott von WDC. „Die russischen Behörden nehmen die Situation ernst und wir hoffen, dass nun die Rehabilitation und Auswilderung der Wale geplant wird.“

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Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Michaela Harfst

Über Michaela Harfst

Leiterin Kommunikation - Bei WDC ist Michaela Harfst für den Kontakt mit Journalist*innen zuständig. Sie betreut außerdem die Website und Social Media Kanäle von WDC.

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