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Totes Nordkaper-Baby mit Verletzungen, die auf eine Schiffskollision hinweisen

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Delfine dicht unter der Wasseroberfläche

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Jedes Jahr werden mehr Wale durch norwegische Walfänger:innen getötet als in Japan und Island. Aber...
Kelpwald unter Wasser

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Delfinschutz zu Weihnachten

Wir alle lieben Delfine. Sie sind schön, elegant und (fast) immer freundlich. Während allerdings die einen, nicht selten in etwas verklärter Manier, Delfine zu den Ikonen der Umwelt erheben, zumindest aber große Faszination verspüren und glauben, dass diesen Tiere nichts zuleide getan werden dürfe, gehen die anderen ihnen an den Kragen. Jagen sie, töten sie, essen sie. Praktisch überall auf der Welt, in dutzenden Ländern (und ja, auch in Europa!) werden Delfine verfolgt, erlegt, gefangen und dann verkauft, verspeist oder zu Fischködern verarbeitet.

Was ist da los? Seit Jahren geschieht ein Exodus von immensen Ausmaß in den Meeren, der keinen Vergleich kennt – und zwar genau an den Tieren, die uns so lieb sind. Neben den geschätzten 100.000 Delfinen, die weltweit direkt vom Menschen getötet werden, verenden weitere mehrere Hunderttausend „aus Versehen“ in Fischernetzen. Und das scheinbar unbemerkt, zumindest aber ohne Konsequenzen. Das ist das achtloseste und kolossalste Verbrechen an der Tierwelt, das mir bewusst ist und dass es seit der kommerziellen Jagd auf Meeressäuger wie Wale oder Robben je gab.

Was ist mit dem tatsächlichen Schmerz und dem Leid, dass die Delfine selbst erdulden müssen? Bzw. sie und ihre Gruppenmitglieder, denn als soziale komplex organisiert Wesen betrifft der Tod eines Tieres ja auch immer das Leben der Überlebenden.

Die Situation der Wale und Delfine auf der Welt ist zum Verzweifeln. Ich nenne mich einen engagierten Meeresschützer, ausgesprochenen Delfinfreund und aufgeklärten Conservation Biologist und doch muss ich mit ansehen, wie die Lage der Delfine weltweit immer prekärer wird. Ich kann aus beruflichen Gründen die Augen nicht schließen. Das ist oft frustrierend. Wie kann ich andere Menschen so berühren, dass sie tatsächlich ihr Verhalten ändern und es den Delfinen irgendwann auch wieder bessergeht? Dazu ist viel Geduld und Ausdauer notwendig.

Meine persönliche Lösung lautet: Mach die Dinge so, wie Du sie Dir von anderen wünschst. Denn nicht (nur) durch Wissen, sondern vor allem durch Vorleben wirst Du überzeugen.

Wir reden viel von Liebe in dieser Zeit zum Ende des Jahres. Liebe ist aber kein Wort, sie ist eine Tat.

Wer Walen und Delfinen ein „Weihnachtsgeschenk“ machen möchte, kann zum Neujahrsanfang folgende Ideen in Betracht ziehen:

Über Fabian Ritter

Leiter Meeresschutz - Fabian Ritter ist Biologe und leitet bei WDC den Bereich Meeresschutz.