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© CSIP-ZSL

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Eine neue Gelegenheit, um Japans Walfang zu stoppen!

Am 12. Dezember 2018 stimmte das Europäische Parlament mehrheitlich für das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan. Diese Abstimmung markierte das Ende unserer Kampagne, um die Handelsgespräche für eine starke Position der EU gegen Japans Walfang zu nutzen.

Unser Ziel war es, die EU dazu zu bringen, den Walfang während der Gespräche mit Japan zu thematisieren. Mit Ihrer Hilfe haben wir viel erreicht! Wir haben es geschafft, den Walen innerhalb der EU und insbesondere im Europäischen Parlament eine Stimme zu geben. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken.

Trotz der Unterstützung von Abgeordneten verschiedener Parteien, die sich gegen das Abkommen und für den Tier- und Artenschutz aussprachen, versagte „die Stimme des europäischen Volkes“, wie das EU Parlament auch bezeichnet wird,  als es um die Wahl zwischen dem Schutz der Wale und einem milliardenschweren Abkommen ging. 152 Abgeordnete sprachen sich gegen das Handelsabkommen aus, 474 stimmten jedoch dafür. Der Co-Präsident der Grünen hatte zuvor noch um eine Verschiebung der Abstimmung ersucht, um im Text des Abkommens den Umweltschutz weiter zu stärken. Leider wurde sein Antrag nicht angenommen.

Dies ist kein ideales Ergebnis, aber es eröffnet uns einige neue Wege, um weiter für die Wale zu kämpfen.

Der Text des Abkommens enthält ein Kapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung, dieses fordert die beiden Partner auf, die Vorgaben multilateraler Umweltabkommen, denen beide Parteien angehören, effektiv umzusetzen. Von Japan und der EU wird also die strikte Einhaltung internationaler Vereinbarungen gefordert. Momentan hält sich Japan bekanntlich nicht an die Regelungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) und Japans Handel mit Seiwalen wurde von den Mitgliedern des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) erst kürzlich als illegal eingestuft. Die EU kann das Abkommen also jetzt nutzen, um Japan an seine Verpflichtungen zu erinnern. Sie sollte als letztes Mittel Sanktionen fordern, falls Japan weiterhin Wale jagt.

Neben dem Handelsabkommen hat die EU mit Japan auch ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft geschlossen. Dieses ermöglicht eine enge Zusammenarbeit in Bereichen wie Energie, Umweltfragen und Klimawandel. Das EU-Parlament hat diese Gelegenheit letzte Woche genutzt, um in einer Resolution ein Ende des japanischen Walfangs und des Handels mit Walprodukten zu fordern.

Das Handelsabkommen wurde also unterzeichnet, aber aufgrund der immensen Unterstützung, die wir von WDC-Unterstützern und Vertretern der EU in den letzten zwei Jahren für unsere Kampagne erhalten haben, fühlt es sich nicht wie ein Misserfolg an. Eine Tür hat sich geschlossen, aber das hält uns nicht davon ab, eine neue Tür zu öffnen. Wir werden die Möglichkeiten nutzen, die sich aus dem Abkommen ergeben, um weiter für ein Ende des industriellen Walfangs zu kämpfen – wir sind es den Walen schuldig. Ich hoffe, dass Sie uns weiterhin Ihre Unterstützung und Ihre Stimme geben, um die Ozeane für Wale und Delfine sicherer zu machen!

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.