Zum Inhalt springen
Alle Blogbeiträge
  • Alle Blogbeiträge
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang

Wissenschaft trifft Magie: Erste WDC-Erlebnisreise nach La Gomera

Diesen Blogbeitrag haben WDC-Meeresbiologe Fabian Ritter und Ulla Christina Ludewig, unsere Referentin für verantwortungsvolles Whale...

Mit Liebe zum Detail: Patenschafts-Pakete für unsere Unterstützer:innen

Dieser Blog wurde von Petra Mareis, Leiterin Kommunikation Spenden und Patenschaften, verfasst.   Seit 12...

Die „Schule des Wal-Essens“: Japans Strategie, den Appetit auf Walfleisch zu steigern

Trotz der Rückkehr zum kommerziellen Walfang hat sich in Japan an der geringen Nachfrage von...
© CSIP-ZSL

Wie helfen uns tote Wale?

Wale, die nach ihrem Tod an Land gespült werden, sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für viele...

Whale Watching in Brasilien

Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Aber manchmal trifft man pragmatische Entscheidungen, die sich hinterher eben als nicht so toll herausstellen. So nahm ich auf meiner Reise zur Tagung der Internationalen Walfang Kommission, die Anfang September in Florianópolis (Brasilien) stattfand, meine professionelle Kameraausrüstung nicht mit.

„Es werden wahrscheinlich ein paar Buckelwale oder Tümmler zu sehen sein, wenn überhaupt – und die habe ich ja bereits reichlich abgelichtet“, dachte ich mir. Doch schon am ersten Tag erfuhr ich, dass gerade „Walsaison“ ist und die Südlichen Glattwale nah am Strand entlang schwimmen. Sogar Guyana-Delfine sollten in der Gegend zu sehen sein, eine Art, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Das kommt davon, wenn man sich vor einer Reise nicht ausreichend vorbereitet.

Als wir dann noch an einem freien halben Tag im Vorfeld der IWC-Tagung in Richtung Laguna fuhren, wo Fischer seit mehreren Generationen mit Delfinen zusammenarbeiten, um Fische zu fangen, musste ich also mit meinem Smartphone versuchen, gute Fotos zu machen. Das Schauspiel, bei dem Delfine den Fischern Fische zutreiben, woraufhin diese ihre Wurfnetze zum Einsatz bringen, ist absolut faszinierend. Schon oft habe ich darüber in meinen Vorträgen berichtet, da es sich um ein Beispiel für kulturelle Entwicklung (sowohl auf der Seite der Fischer als auch der Delfine!) handelt. Es mit eigenen Augen zu sehen, war wie ein Traum, der in Erfüllung geht.

Später am selben Tag saßen wir in Imbituba auf den Dünen hinter dem Strand und beobachteten fünf bis zehn Glattwal-Mutter/Kalb-Paare, die sich im seichten Wasser knapp hinter der Brandungslinie tummelten. Hier kam die Smartphone-Kamera schnell und eindeutig an ihre Grenzen, und ich musste mir innerlich sagen, dass ich diese wunderbaren Eindrücke einfach in meinem Herzen zu behalten habe – ohne die Unterstützung professioneller Fotos.

Kurz nach der Tagung fuhr ich schließlich noch mit zwei Kollegen per Boot aufs Meer, um die Guyana-Delfine zu sehen. Und siehe da: einer der Kollegen hatte eine Spiegelreflexkamera dabei, aber keine Übung im Fotografieren von Delfinen. Also borgte er mir die Kamera kurzerhand aus und so entstanden einige gute Bilder von den Delfinen.

Also wurde mein Aufenthalt in Brasilien doch noch fotografisch erfolgreich – in Sachen Whale Watching war er es sowieso, denn ich war extrem bereichert mit den Arten und Situationen, die ich beobachten konnte.

Aber das nächste Mal nehme ich meine richtige Kamera auf jeden Fall wieder mit!

Hier geht es zum WDC-Ratgeber Verantwortungsvolle Walbeobachtung

Über Fabian Ritter

Leiter Meeresschutz - Fabian Ritter ist Biologe und leitet bei WDC den Bereich Meeresschutz.