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Internationale Walfangkommission 2018: Ein Sieg für die Wale

Wir haben es geschafft! Die 67. Sitzung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Florianópolis (Brasilien) ist vorüber. Zeit, Bilanz zu ziehen!

Ich freue mich, dass wir einige unserer Ziele für die Wale erreicht haben. Unser Dank gilt hier unseren Unterstützern – ohne Sie wäre dies nicht möglich gewesen!

Japan ist mit seinem Vorschlag, das internationale Walfangverbot aufzuheben, gescheitert. Eine Mehrheit der IWC-Mitglieder bestätigte, dass sie sich für den Schutz der Wale einsetzen wollen und den kommerziellen Walfang ablehnen. So musste die japanische Delegation mit leeren Händen nach Hause zurückkehren.

Die Florianópolis-Erklärung

Wir freuen uns, dass die Gegeninitiative zu diesem Vorschlag mit der Unterstützung vieler anwesender Regierungsvertreter angenommen wurde. Die „Florianópolis-Erklärung“ wurde vom Gastgeberland Brasilien vorgeschlagen. Die Erklärung unterstreicht die zunehmende Schlüsselrolle der IWC als Artenschutzgremium, die Bedeutung von Walen für gesunde Ozeane und die Sinnlosigkeit des „wissenschaftlichen“ und kommerziellen Walfangs. Es ist ein logischer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Das Südatlantische Walschutzgebiet

Es war jedoch beängstigend zu sehen, wie viele Unterstützer Japan immer noch für sich gewinnen konnte. Dank dieser Unterstützer wurde das Südatlantische Walschutzgebiet wieder einmal nicht angenommen – ein Vorschlag, der seit 1998 bei zahlreichen IWC-Treffen eingebracht wurde.

Resolutionen für den Walschutz

Gleich drei Resolutionen, die den Artenschutzauftrag der IWC festigen, waren erfolgreich. Die erste verpflichtet die IWC Mitglieder, sich intensiv mit der Rolle der Wale für gesunde Ozeane und unser Klima zu beschäftigen und dies in zukünftigen Entscheidungen einzubeziehen. Zum zweiten ein Beschluss, das Problem des von Menschen verursachten Unterwasserlärms in die Arbeit der IWC zu integrieren sowie eine dritte Resolution, die das große Problem von Geisternetzen thematisiert – im Meer entsorgte Fischereigeräte wie Netze und Leinen, die bei vielen Walen und Delfinen Leid und Tod verursachen.

Wie geht es weiter?

Alles in allem gab es beim diesjährigen Treffen der IWC definitiv ein positives Ergebnis für die Wale und ein Fortschritt in Richtung verbesserte Schutzmaßnahmen. Angesichts der vielen Bedrohungen, denen Wale und Delfine ausgesetzt sind (die meisten von ihnen durch uns Menschen verursacht), ist das letzte, was sie brauchen, eine Rückkehr zum industriellen Walfang.

Aber trotz all dieser guten Nachrichten bleibt noch viel zu tun. Island und Norwegen haben ihre Unterstützung für Japan offen demonstriert. Das Problem des „wissenschaftlichen“ Walfangs in Japan steht noch immer im Raum. Den Ländern, deren indigene Bevölkerung Wale zu Subsistenzzwecken töten darf, wurde mehr Kontrolle gegeben und die Bestimmungen für diese Sonderregelung zum Walfang gelockert.

Dies wird uns zweifellos bei zukünftigen Treffen wieder beschäftigen, denn die Lockerungen werden Befürworter kommerzieller Walfangquoten ausnutzen. Uns steht noch viel Arbeit bevor und wir brauchen weiterhin Ihre Hilfe. Die verbleibenden IWC-Schlupflöcher müssen geschlossen werden und der kommerzielle Walfang muss endgültig gestoppt werden.

Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung! Ohne Sie wären wir nicht in der Lage, unseren Kampf für eine Welt fortzusetzen, in der alle Wale und Delfine in Freiheit und Sicherheit leben.

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.