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US-Regierung lehnt strengere Schutzmaßnahmen für bedrohte Glattwale ab

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Abgepacktes Walfleisch in einem japanischen Supermarkt. (C) Whale and Dolphin Conservation

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Neue Managementpläne, altes Problem: Schweinswale an Deutschlands Küsten unzureichend geschützt

Vor einem halben Jahr wurden nach jahrelanger Vorbereitung drei Meeresschutzgebiete im deutschen Teil der Nordsee geschaffen. Nun hat die Bundesregierung die dazugehörigen Managementpläne präsentiert. Diese werden den Verlust der Artenvielfalt an unseren Küsten jedoch nicht stoppen. Schweinswale, Seevögel sowie seltene Riffe und Sandbänke erhalten mit den vorgeschlagenen Maßnahmen keinen effektiven Schutz, obwohl die Entwürfe durchaus in die richtige Richtung gehen.

WDC fordert gemeinsam mit Umweltverbänden NABU, BUND und WWF ein Verbot der wirtschaftlichen Nutzung von Schutzgebieten. Solche Verbote fehlen in den neuen Managementplänen jedoch fast komplett. Beispielsweise sind in den Meeresschutzgebieten aktuell immer noch die Erdölförderung, die militärische Nutzung sowie uneingeschränkte Fischerei möglich. Der Zustand von Nord- und Ostsee ist dramatisch, ein besserer Schutz wäre dringend nötig. Mehr als ein Drittel der Arten und Lebensräume in den drei Gebieten gilt laut der Roten Liste als bedroht.

Positive Ansätze gibt es im Dokument zwar auch (beispielsweise sollen Schifffahrt und Rohstoffabbau reguliert werden), insgesamt ist das Dokument jedoch enttäuschend. Die Verbände kritisieren vor allem, dass Schutzmaßnahmen nur unkonkret vorgeschlagen werden – außerdem müssten diese von den betroffenen Ministerien abgesegnet werden. Wenn beispielsweise das Verkehrsministerium über die Regulierung der Schifffahrt mitentscheidet oder das Landwirtschaftsministerium über Maßnahmen gegen Fischerei, besteht für einen effektiven Schutz der Schweinswale wenig Hoffnung.

Außerdem wird Deutschland den Verpflichtungen, die sich aus dem EU-Umweltrecht ergeben, mit den neuen Managementplänen nicht umfassend gerecht.

Hintergrundinformationen: Schweinswale in Deutschland