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Japans Regierung plant Bau eines neuen Walfangschiffs

Die japanische Fischereibehörde hat ihre Pläne für den Bau eines neuen Walfangschiffs bekräftigt. Die Entscheidung für das neue Fabrikschiff soll noch 2018 getroffen werden. Dies ist ein umstrittenes Vorhaben, das mit Sicherheit umfassende internationale Kritik hervorrufen wird.

Das neue Schiff wird die Nisshin Maru ersetzen, das 8,145 Tonnen schwere Mutterschiff der Walfangflotte für die Jagden in der Antarktis und dem Pazifik. Die Planung des neuen Schiffs wird als klares Statement der japanischen Regierung aufgefasst, den Walfang fortsetzen zu wollen.

Normalerweise sind es die kleineren Boote der Flotte, von denen aus die Wale harpuniert werden. Ihre Kadaver werden dann auf das Fabrikschiff gezogen, um sie zu zerlegen. Bis zu 1200 Tonnen Walfleisch können unter Deck der Nisshin Maru gelagert werden. Einige Teile des Schiffes sind mittlerweile schon über 30 Jahre alt und müssen erneuert werden. Pläne, die Nisshin Maru bereits 2005 zu ersetzen, mussten aufgeschoben werden. Das Schiffsbauunternehmen zog sich von dem Projekt zurück, nachdem Naturschutzgruppen Proteste anführten.

Die japanische Walfangflotte war im November in die Antarktis ausgelaufen um dort für die fortlaufende „Forschungsarbeit“ bis nächsten März bis zu 333 antarktische Zwergwale zu töten. Japan benutzt den Deckmantel der wissenschaftlichen Forschungsarbeit um das aktuelle Verbot des kommerziellen Walfangs der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu umgehen. Trotzdem landet der Großteil des Walfleischs der „wissenschaftlichen“ Jagden auf dem japanischen Markt.

„Viele Länder misstrauen Japan, das den massiv subventionierten Walfang unbeirrt fortsetzt“, sagt Nanami Kurasawa, Generalsekretärin der japanischen Wal- und Delfinschutzorganisation IKAN. “Die Erneuerung des Mutterschiffs würde heftige Kritik hervorrufen“.

Während der antarktischen Jagdsaison 2015/16 tötete die Flotte 333 Zwergwale. Über 90% der erwachsenen Weibchen waren schwanger.

Ein Vertreter der japanischen Regierung bestätigte, dass beim tatsächlichen Bau des neuen Fabrikschiffs mit internationalen Protesten zu rechnen sei. Er knüpfte eine endgültige Entscheidung an den Ausgang der Verhandlungen des nächsten Treffens der IWC, das im September in Brasilien stattfinden wird. WDC wird sich im Vorfeld und bei der Sitzung vehement gegen eine Fortsetzung der Waljagd engagieren.

Die Arbeit von WDC gegen den Walfang unterstützen