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Dieser Blog wurde von Petra Mareis, Leiterin Kommunikation Spenden und Patenschaften, verfasst.   Seit 12...

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EU-Parlament schwächt Wal- und Delfinschutz

In den Meeren Europas spielt sich, von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, eine der größten Umweltkatastrophen der EU ab: Jedes Jahr verenden Tausende Delfine und Schweinswale in den Netzen der Fischer. Und das, obwohl es sich (auf dem Papier) um streng geschützte Arten handelt. Der Atlantik, aber auch Nord- und Ostsee, sind für Delfine und Wale längst keine sichere Heimat mehr.

Nun hat das EU-Parlament am 16. Januar über eine Verordnung abgestimmt, die Delfine, Wale und Schweinswale effektiver vor Beifang schützen sollte. Doch die prekäre Situation der Meeressäuger hat auf die Parlamentarier kaum einen Eindruck gemacht, eher im Gegenteil.

Die 751 Abgeordneten im EU-Parlament haben versäumt, bei dieser wichtigen Gelegenheit effiziente Maßnahmen zum Schutz von Walen und Delfinen vor Beifang anzuordnen. Zwar gab es auch Verbesserungen, doch im Großen und Ganzen ist das Abstimmungsergebnis enttäuschend.

Wichtige Maßnahmen wie eine verbesserte Überwachung von Fischereifahrzeugen wurden nicht auf die Agenda genommen. Andere, aus Sicht von WDC schädliche Maßnahmen, wurden hingegen zur Abstimmung freigegeben. Zum Beispiel sollten existierende Maßnahmen gegen Beifang in der Ostsee und Gewässern vor Spanien und Portugal komplett aufgehoben werden. Glücklicherweise stimmten die Abgeordneten gegen diese Aufhebung. Verheerende Konsequenzen für diverse Populationen wären die Konsequenz gewesen.

Es gab also auch positive Ergebnisse, jedoch hat das EU-Parlament die Chance auf einen effizienten und starken Schutz von Meeressäugern versäumt. Die Abgeordneten haben Ratschläge wissenschaftlicher Gremien außer Acht gelassen und somit auch die Möglichkeit, das Leben von tausenden Walen und Delfinen zu retten.

WDC fordert seit langem strengere Vorgehensweisen, um das unnötige Sterben zu beenden, doch die Interessen der Fischerei setzen sich oftmals über Umweltschutzbelange hinweg. So auch dieses Mal. WDC wird sich weiterhin auf internationaler Ebene dafür einsetzen, dass Wale und Delfine in Freiheit und Sicherheit leben können.

WDC dankt allen Unterstützern, die Emails an Parlamentsabgeordnete gesendet haben, um sie zu einer Abstimmung zu Gunsten der Meeressäuger zu bewegen.

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Über Fabian Ritter

Leiter Meeresschutz - Fabian Ritter ist Biologe und leitet bei WDC den Bereich Meeresschutz.