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Bestände vs. Population − warum wir bei WDC einen Unterschied machen

© Nicola Hodgins Biolog:innen, Politiker:innen, Umweltmanager:innen und Umweltschützer:innen sprechen oft von "Beständen", wenn sie sich...
Treibjagd auf den Färöern (C) WDC

Delfinjagd auf den Färöern − Enttäuschung ist eine Untertreibung

Nicht nur ich habe gehofft, dass die "Überprüfung der Delfinjagd" vor den Färöer Inseln wesentliche...
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Die zweite Forschungssaison eines bisher erfolglosen Experiments an Zwergwalen, deren Reaktion auf Lärm getestet werden...

Dem Ozean eine Chance geben – unsere Botschaft an die UN Ocean Conference

Ich blicke auf den Fluss Tejo in Lissabon, Portugal, und denke über die erstaunliche Widerstandsfähigkeit...

Alles in Plastik?

Ein Sandwich: Brot aus der Plastiktüte holen. Streichkäsepackung öffnen und Streichkäse aufs Brot schmieren. Käseverpackung öffnen und Käse aufs Brot legen. Bio-Gurke aus ihrer Plastikhülle befreien, aufschneiden und zwischen die Sandwichscheiben legen.

Ein Sandwich als einfaches Beispiel dafür, wie viele Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, vor dem Verzehr mit Plastik in Kontakt kommen. Wenn wir an dieser Stelle alle negativen Auswirkungen, die Plastik auf unsere Umwelt hat, einmal zur Seite schieben (zugegeben, das fällt mir recht schwer), dann drängt sich immer noch die Frage auf: Welche Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat die Plastikverpackung von Lebensmitteln?

Kürzlich gab es dazu eine interessante Tagung, initiiert von der hessischen Verbraucherzentrale. Unter dem Titel „Lebensmittelverpackungen: Alles in Plastik?“ wurde einen Tag lang dieser Frage nachgespürt.

Für alle, die dem täglichen Plastikwahnsinn auch wegen der eigenen Gesundheit die Stirn bieten wollen, habe ich hier die wichtigsten Tipps und Erkenntnisse zusammengefasst:

  • Welche Chemikalien im Detail im Plastik der Lebensmittelverpackungen stecken, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Unabhängige Experten müssen mühsame Detektivarbeit leisten und die einzelnen Zusatzstoffe analysieren. Für viele Zusatzstoffe gibt es noch keine ausführlichen, unabhängigen Studien über die Wirkung auf unseren Körper.
  • Die größte Gefahr für unsere Gesundheit besteht meist dann, wenn Verpackung zweckendfremdet wird (Stichwort: falsches Upcycling). Das passiert zum Beispiel, wenn in Eiscreme-Plastikboxen heiße Suppe abgefüllt wird, Alufolie großer Hitze ausgesetzt wird oder minderwertiges Plastik zur Aufbewahrung von Lebensmittel eingesetzt wird.
  • „BPA-frei“ bedeutet nicht frei von allen schädlichen Weichmachern. Glas ist immer die beste Alternative.
  • Drei Umstände begünstigen das Auslaugen schädlicher Stoffe aus dem Plastik in die verpackten Lebensmittel. Diese drei Umstände sind:
  1. Zeit
  2. Temperatur
  3. Kontaktfläche

Daher sollten Lebensmittel aus Plastikverpackungen Zuhause möglichst rasch in Glasbehälter umgefüllt werden.

  • Greifen Sie wenn möglich immer zu frischen, unverarbeiteten Produkten.
  • Die Auswirkungen von hohen Temperaturen auf beschichtete Coffee ToGo Becher sind bisher kaum erforscht.

Meiden Sie Produkte, die

  • bereits in Drittländern abgepackt wurden
  • in schwarzem Plastik eingepackt sind (diese enthalten aromatische Kohlenwasserstoffe)
  • in einer Verpackung mit der Kennzeichnung PVC 03 / PS 06 / O 07 stecken.

Zum Schluss noch eine Zahl, die vielleicht zum Nachdenken oder auch anders Einkaufen anregt: 24,6% der Kunststoffnachfrage in Europa kommt allein aus Deutschland.

WDC-Kampagne Weniger Plastik ist Meer

Über Ruth Schloegl

Leiterin Bildung - Als Bildungsreferentin kämpft Ruth Schlögl gemeinsam mit den jüngsten Umweltschützer*innen für den Schutz von Walen und Delfinen.