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Bestände vs. Population − warum wir bei WDC einen Unterschied machen

© Nicola Hodgins Biolog:innen, Politiker:innen, Umweltmanager:innen und Umweltschützer:innen sprechen oft von "Beständen", wenn sie sich...
Treibjagd auf den Färöern (C) WDC

Delfinjagd auf den Färöern − Enttäuschung ist eine Untertreibung

Nicht nur ich habe gehofft, dass die "Überprüfung der Delfinjagd" vor den Färöer Inseln wesentliche...
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Die zweite Forschungssaison eines bisher erfolglosen Experiments an Zwergwalen, deren Reaktion auf Lärm getestet werden...

Dem Ozean eine Chance geben – unsere Botschaft an die UN Ocean Conference

Ich blicke auf den Fluss Tejo in Lissabon, Portugal, und denke über die erstaunliche Widerstandsfähigkeit...

Eine ganz besondere Begegnung

Selbst nach über 100 Whale-Watching-Touren im gleichen Gebiet gibt es sie noch – die Situationen, in denen man fast vergisst, zu atmen. Jede Ausfahrt ist anders: Die Wetterbedingungen variieren stark, man weiß nie, ob man überhaupt Walen und Delfinen begegnen wird und wenn man sie antrifft, ist es nicht sicher, dass sie überhaupt „beobachtet werden möchten“. Somit ist es ein besonderer Glücksfall, wenn man ein spiegelglattes Meer vorfindet und DREI verschiedene Arten von Walen und Delfinen zusammen beobachten kann. Diese besondere Situation durfte ich am 18. November vor der Kanareninsel La Gomera erleben. Und unser kleines, ehemaliges Fischerboot mit zehn Gästen plus Kapitän und Guide an Bord war sogar das einzige weit und breit!

Zuerst trafen wir eine Gruppe Indische Grindwale (auch Pilotwale genannt), eine hier vor den Kanarischen Inseln heimische Art. Dann entdeckte unser Guide in der Ferne einen hohen Blas – die Atemfontäne eines großen Wals! Bereits zwei Wochen waren seit der letzten Sichtung eines Brydewals vergangen und wir waren natürlich neugierig, ob die Fontäne zu einem Brydewal oder vielleicht einem Sei– oder Finnwal gehörte. Diese Arten sind schwierig auseinanderzuhalten, wenn man sie nur kurz beim Auftauchen sieht. Doch wir hatten Glück: wir konnten die rechte Kopfseite „unseres“ Wals sehr gut erkennen. Und da diese fast weiß war, handelte sich um einen Finnwal! Wir durften also unter diesen wunderbaren Bedingungen dem zweitgrößten Tier unseres Planeten (nach dem Blauwal) begegnen.

Vor den Kanarischen Inseln ist es seit 1996 verboten, zu den Meeressäugern ins Wasser zu gehen. Für Unterwasseraufnahmen braucht man entweder eine Sondergenehmigung (für ein Forschungsprojekt zum Beispiel) oder man macht Aufnahmen vom Boot aus. Hierfür habe ich eine kleine Actionkamera an einem langen Stativ befestigt. Diese halte ich dann ins Wasser. Aber die Voraussetzung ist natürlich, dass die Tiere von alleine nah ans Boot kommen! Das Filmen ist immer ein „Blindflug“, denn ich kann nicht sehen, was ich filme. Umso erfreuter durfte ich später feststellen, dass ich den Wal tatsächlich unter Wasser abgelichtet hatte. Man sieht sehr schön die weiße rechte Kopfseite.

Man sieht vor La Gomera Indische Grindwale oftmals mit Großen Tümmlern zusammen. Aber diese Dreier-Kombination mit dem Finnwal war wirklich etwas ganz Besonderes.

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.